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Samstag, 10. Oktober 2009
Internationale Deutsche Supermoto-Meisterschaft
Den Werkteams ein Schnippchen schlagen konnte Marcus Haas mit seinen Jungs von MH-Motorräder. Pilot Jochen Jasinski setzte sich beim Rennen in Harsewinkel die Krone auf und holte den Titel Internationaler Deutscher Supermoto-Meister nach Böbingen. Von Patrick Tannhäuser
Spannender hätte die Entscheidung im Titelkampf eigentlich kaum sein können. Schon vor den letzten beiden Läufen der Internationalen Deutschen Supermoto-Meisterschaft in Harsewinkel stand fest, dass zwei Piloten den Titel unter sich ausmachen. Zum einen der Finne Mauno Hermunen vom Werksteam Zupin-Husquarna und zum anderen Jochen Jasinski der für das Böbinger Team MH-Motorräder auf die Strecke geht. Eigentlich ein ungleiches Duell, wenn die finanziellen Voraussetzungen verglichen werden. „Als reines Privatteam hat man natürlich nicht so viele Ressourcen als ein Werksteam. Untertags stehe ich im Geschäft und Nachts arbeite ich an den Bikes. Oft schrauben wir bis in die Morgenstunden an den Rennmotorrädern, verladen und fahren direkt zu den Rennen. Dort sind wir dann ein fünfköpfiges Team, welches optimal aufeinander eingespielt ist. Mit Jochen’s Feedback zum Streckenlayout werden dann die Feinarbeiten an der Husaberg durchgeführt. Dann ist unsere Arbeit vorerst getan und wir können nur noch am Streckenrand stehen und Jochen die Daumen drücken“, erklärt Marcus Haas seine Aufgaben.
Dann ist immer der
39-jährige Fahrer des Teams, Jochen Jasinski, gefragt. Und der machte in dieser Saison seine Sache extrem gut. Elf Läufe beendete er auf Rang zwei, einen auf Platz zwei und zweimal stand er ganz oben auf dem Siegertreppchen. Eine beeindruckende Bilanz, die letztlich zum Gewinn der Meisterschaft führte. „Der Grundstein für den Meistertitel ist Konstanz“, weiß auch Haas. Doch konstant gute Leistungen erbrachte auch der junge Finne Hermunen. Der Profi ging bei all seinen Starts als Sieger hervor. Nur bei den Läufen auf seiner Lieblingsstrecke in Freiburg fehlte der
21-Jährige, weil er zeitgleich WM-Starts zu absolvieren hatte. Im Nachhinein eine fatale Fehlentscheidung seines Teams Hermunen im Breisgau nicht starten zu lassen, denn in Abwesenheit seines größten Konkurrenten und Titelverteidigers schlug Jasinski unerbittlich zu, gewann beide Läufe und verschaffte sich den dadurch den entscheidenden Vorteil vor den letzten Rennen in Harsewinkel. Dort ging das Böbinger Team dann kein Risiko mehr ein. Problemlos sicherte sich der Hadamarer den Gesamtsieg mit einem zweiten und einem dritten Platz.
Jasinski wurde damit zum zweiten Mal nach
2007 Sieger der Meisterschaft. Im vergangenen Jahr musste er dem Finnen den Vortritt lassen, der natürlich ob seiner makellosen Bilanz sehr enttäuscht war, dass er den Titel nicht verteidigen konnte. Jasinski und Haas darf das allerdings egal sein. Das Böbinger Team freut sich nämlich schon auf die Neuauflage des Duells im nächsten Jahr.
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