Turnhallensanierung in Pommertsweiler mit unvorhersehbaren Überraschungen
Urnengräberfelder sollte es auf den gemeindeeigenen Friedhöfen in Abtsgmünd eigentlich nicht geben. Der Ortschaftsrat von Pommertsweiler reagierte jedoch auf Forderungen der Bürger und will nun ein Umdenken beim Gemeinderat erreichen. Von Wolfgang Fath
ABTSGMÜND-POMMERTSWEILER. Nachdem in einer vorausgehenden Ortschaftsratssitzung zahlreiche Bürgerinnen und Bürger das Anlegen eines Urnengräberfeldes auf dem Friedhof von Pommertsweiler forderten, entschied sich der Ortschaftsrat einstimmig dafür, die Erdbestattung von Urnen wieder zuzulassen.
Die vorhandene Urnenmauer mit
19 Feldern ist bereits mit zwölf Urnen belegt, eine Erweiterung ist mittelfristig einzuplanen. Ortsbaumeister Mark Rechmann wies jedoch darauf hin, dass man mit dem Anlegen einen Urnengräberfeldes keines falls Geld einspare, da man dann zweigleisig Platz vorhalten und finanzieren müsse. Das Gremium legte vor Sitzungsbeginn vor Ort den Platz fest. Das neue Urnengräberfeld soll vor der bestehenden Urnenmauer angelegt werden, sofern der Gemeinderat zustimmt.
Über den derzeitigen Stand der Turnhallensanierung informierten Ortsvorsteher Egon Ocker und Architekt Mathis Tröster vom Planungsbüro ACT aus Ellwangen. Es müssten jedoch einige Entscheidungen getroffen werden, die bei der Planung nicht bekannt waren oder vergessen worden sind, sagte Tröster.
Es seien einige Überraschungen aufgetreten, so seien die Grundleitungen defekt, die Zwischenwände seien früher nicht verzahnt und nicht bis oben gemauert worden. Der gesamte Bühnenbereich sowie das dazu verwendete Material seinen schon zum Bauzeitpunkt nicht zulässig gewesen; alles sei damals nur auf das Einfachste ausgeführt worden.
Die Türzargen seien nur durch den Estrich gehalten worden, wurde nun im Zuge der Sanierung festgestellt. Die ersten Mehrkosten bezifferte er auf rund
30 000 Euro. Der Bühnenraum muss auf jeden Fall ganz neu und zeitgemäß gestaltet werden, betonte er. Deutlich wird aber auch, wie sehr sich der Ort darauf freut, die vielgenutzte Halle künftig in besserem Zustand zu sehen.
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