Altersgenossenverein 1942 auf viertägiger Tour in Belgien
Brüssel ist eine Reise wert. Nicht nur für EU–Abgeordnete, die dort ihren Job bezahlt bekommen, sondern auch für Nichtparlamentarier, wie die Gmünder Altersgenossen des AGV 1942.
SCHWÄBISCH GMÜND (
AGV). Obwohl der jetzige Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold, nicht mehr Leiter der Landesvertretung Baden-Württemberg ist, erhielten die Besucher professionellen Einblick durch Holger Stegmaier, ebenfalls echter Gmünder und Mitarbeiter dort. Anschließend führte H. Sichel in Vertretung der
EU–Abgeordneten Inge Gräßle die Altersgenossen durch das Europaparlament und erläuterte die Aufgaben der
EU. Die Altersgenossen stellten auch kritische Fragen, die diplomatisch beantwortet wurden. Stegmaier und Sichel bekamen von der Vorsitzenden Sigrid Starzinsky ein Buchgeschenk, mit Widmung von OB Richard Arnold. Brüssel ist eine Stadt zum Erleben: Die moderne Architektur im Parlamentsviertel, der Grote Markt (Grand Place) mit seinen gotischen und barocken prächtigen Bauten, bis tief in die Nacht beleuchtet und belebt, nicht nur von Touristen, sondern auch von vielen, vielen jungen Menschen, in einer Atmosphäre von Licht und Leben, Vergangenheit und Gegenwart. Brüssel ist eine Stadt der Kontraste: Zur Weltausstellung
1958 wurde unter atemberaubenden, technischen Bedingungen, die heute von keiner Berufsgenossenschaft mehr zugelassen würden, das Wahrzeichen der Expo, das Atomium gebaut. Dieses Bauwerk mit seinen
9 Kugeln stellt ein Eisenmolekül in vielfacher Vergrößerung dar und wies damals darauf hin, dass Atomkraft nicht nur tödlichen, sondern auch friedlichen Zwecken dienen kann. Was wäre Belgien ohne Schokolade und Fritten. Was des einen Praliné ist des anderen Fritte. Das Wort pommes ist verpönt. Es wechselte Schokoduft und Frittenfett, also die Mischung macht es. Am folgenden Tag verbrachten die Altersgenossen noch einige Schnupperstunden in Brügge, dieser ehemals (heute wieder) sehr reichen Stadt mir ihren Grachten und Prachtbauten in den verschiedensten Stilen und den Beginenhöfen der barmherzigen Schwestern Ein Abstecher zur nahe gelegenen Nordsee war Pflicht. Die steife Brise, die salzige Luft machte Lust auf einen langen Spaziergang. Die stürmische See, der vom Wind aufgepeitschte Sand – gut eingepackt war die Küste Entspannung pur. Die Rückfahrt erfolgte am nächsten Tag über Monschau in der Eifel, bekannt durch seine Senfmühle, ein absolut sehenswertes Örtchen, in welchem heute noch in traditioneller Handwerksarbeit Senf produziert wird. Die Fahrt wurde in einem nahe Heilbronn gelegenen „Edelbesen“ abgerundet. Dabei gab es auch Dank für die Altersgenossen Gisela und Siegfried, Elly und Roland, die alle zum Gelingen der Tour beigetragen hatten.
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