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» Ostalbkreis | Montag, 12. Oktober 2009

Gemeinsame Feuerwehrübung in Laubach

Was bei einem größeren Verkehrsunfall zu tun ist und welche gemeindeübergreifenden Hilfen sinnvoll sind, testeten die Feuerwehren aus Schechingen, Abtsgmünd und Heuchlingen sowie das DRK aus Göggingen bei einer gemeinsamen Übung in Laubach.

OSTALBKREIS (rz). Bei einem simulierten Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen und einigen, teils eingeklemmten Verletzten, arbeiteten die drei Wehren Hand in Hand. Dabei wurde festgestellt, dass nur durch eine intensive Zusammenarbeit der Nachbarwehren jederzeit eine optimale und schnelle Hilfeleistung gewährt werden kann. Oft kommt es bei Verkehrsunfällen auf jede Minute an und daher ist es umso wichtiger, dass sich die verschiedenen Feuerwehren im Ernstfall zusammentun. Nach dem „VU-​Weekend“, einer intensiven Ausbildung für Feuerwehrleute des Ostalbkreises im Bereich technische Hilfeleistung, welche Anfang September in Heubach stattfand, erprobten die Wehren das Gelernte bei dieser groß angelegten Alarmübung. Das erworbene Wissen wurde zudem auf die örtlichen Gegebenheiten und die Möglichkeiten, die eine solche wehrübergreifende Kooperation mit sich bringt, übertragen und erweitert. Die patientenorientierte Rettung aus einem Fahrzeug auf dem Dach, einem auf der Seite an einem Abhang sowie bei den zwei zusammengestoßenen Fahrzeugen verlangte den Feuerwehrleuten alles ab. Mehrere Rettungsscheren und so genannte Rettungsspreizer mussten eingesetzt werden. Das Ausleuchten der großflächigen Einsatzstelle, die Personenrettung sowie das Binden von ausgelaufenen Kraftstoffen sowie die Suche einer im Schock davongelaufenen Person machten deutlich, dass hier nicht nur Technik, sondern auch „Manpower“ gefragt ist. Da man bei der Übung von einem größeren Schadensereignis ausging, war auch die Bildung einer wehrübergreifenden Einsatzleitung gefordert und es galt, die Einsatzstelle so zu organisieren, dass die Wehren sich nicht gegenseitig bei der Arbeit behindern. In diesem Zusammenhang wurde zusätzlich noch die FFW Heubach mit ihrer Drehleiter in die Übung einbezogen, da diese nicht nur im Brandfall von Nutzen sein kann, sondern ebenfalls zum Ausleuchten der Einsatzstelle eingesetzt werden kann, was in diesem Fall für eine erhebliche Arbeitserleichterung der Einsatzkräfte sorgte. Die Verletzten wurden von der Realistischen Notfalldarstellung Bartholomä gestellt, deren Ziel es ist, solche Übungen möglichst realitätsnah mitzugestalten, was ihnen auch gelungen ist, denn alle Feuerwehrleute waren sich am Ende einig, dass man mit „echten Menschen“ vorsichtiger umgeht, als mit Übungspuppen. Zudem machen solche Mimen auch auf Dinge aufmerksam, über die ein Feuerwehrmann zunächst vielleicht gar nicht nachdenkt.
Alles in allem zogen die teilnehmenden Wehren eine positive Bilanz und unterstrichen bei ihrer Nachbesprechung noch einmal deutlich, wie wichtig eine Kooperation von Nachbarwehren im Ernstfall ist um schnellstmöglich Hilfe leisten zu können. Besonders hervorgehoben wurde, dass nur durch die Zusammenarbeit der „kleinen“ Wehren und durch eine entsprechende Anpassung der Alarm– und Ausrückeordnung die gesetzlich geforderten Hilfsfristen eingehalten werden. Deshalb werden in Zukunft immer öfter alle drei Wehren zu Verkehrsunfällen ausrücken und sich gegenseitig unterstützen.
 

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