Verbandsversammlung des Regionalverbands Ostwürttemberg
In der vergangenen Woche hat sich im neuen Congress-Centrum in Heidenheim die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ostwürttemberg konstituiert.
OSTWÜRTTEMBERG
(pm). Die
44 Mitglieder der Verbandsversammlung waren nach der Kommunalwahl von den Kreistagen und Landräten der Kreise Heidenheim und Ostalbkreis gewählt worden.
Die konstituierende Sitzung leitete als Alterspräsident der frühere Oberbürgermeister von Giengen Siegfried Rieg. In einer Ansprache an die ausscheidenden und die neuen Mitglieder der Verbandsversammlung ging Siegfried Rieg auf bisher Erreichtes ein und skizzierte Aufgaben der Zukunft.
Im Zentrum der Arbeit des Regionalverbands sei es stets gestanden, die Fundamente der regionalen Zusammenarbeit zu stärken, den bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur planerisch zu begleiten und auf diese Weise Ostwürttemberg im Wettbewerb der Regionen seinen Entwicklungszielen näher zu bringen und stark zu positionieren. Eine Fülle strukturverbessernder Maßnahmen hätten die Wirkungskräfte der Region gestärkt, die heute ein gut ausgestatteter und attraktiver Wohn– und Erwerbsstandort und ein Lebensraum mit hoher Qualität und Potential sei. Die Position Ostwürttembergs im Wettbewerb der Standorte gelte es durch weitere regionale Konzepte zu erhalten und zu stärken. Die Region einige die Erkenntnis, dass ein gemeinsames agieren sie in den regionalen Erfordernissen und Bedürfnissen voranbringe.
Beispielhaft erwähnte er die regionale Aktion zum Bau der A
7 bis hin zur Zukunftsinitiative Ostwürttemberg, die in den vergangenen Jahren wichtige Impulse gegeben habe. Besondere Herausforderungen ergeben sich aus dem Strukturwandel, in dem Wege zu einer gemeinsamen Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung gefunden werden müssten. Eine ausgewogene Regionalpolitik zu erreichen, sei nicht immer einfach, denn es müsse dabei ein Ausgleich zwischen verschiedenartigen Nutzungsansprüchen in dem Dreieck zwischen Siedlungsflächenentwicklung, Infrastrukturausbau und Freiraumschutz hergestellt werden.
Alterspräsident Siegfried leitete die Wahl des ehrenamtlichen Verbandsvorsitzenden. Der bisherige Vorsitzende und Heidenheimer Landrat, Hermann Mader, wurde für eine erneute Amtsperiode gewählt.
In seiner Ansprache zu den künftigen Aufgaben des Regionalverbands hob Verbandsvorsitzender Hermann Mader insbesondere die Planungs– und Entwicklungsaufgaben der kommenden Jahre hervor. Er bescheinigte der Planungsregion Ostwürttemberg, dass sie hervorragend aufgestellt sei und eine hohe Planungsqualität erreicht habe, dies insbesondere im Hinblick auf den Teilregionalplan zur Nutzung der Windenergie von
2002. Aber auch der Regionalplan
1998 habe die Region geprägt und müsse in den kommenden Jahren nun insgesamt fortgeschrieben werden. Sei der Regionalplan
1998 noch von der deutschen und europäischen Einigung und den starken Wanderungsströmen geprägt gewesen, so werde der neue Regionalplan dem wachsenden nationalen und internationalen Wettbewerb der Regionen um Menschen, Arbeitsplätze und Unternehmen gerecht werden müssen.
Er werde geprägt sein von der bestmöglichen Bereitstellung von Flächen für Wohnen und Arbeiten, der Sicherung der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger und der Weiterentwicklung der öffentlichen wie privaten Infrastruktur und der Lebens– und Erholungsräume. Und er müsse dies in dem Rahmen der demografischen Herausforderungen und der enger werdenden finanziellen Spielräume leisten.
Nach der Verpflichtung neuer Mitglieder, zu denen Bundestags– und Landtagsabgeordnete, Oberbürgermeister und Bürgermeister sowie weitere Regionsbürger gehören, verabschiedete Verbandsvorsitzender Hermann Mader
21 langjährige, zum Teil seit der Gründung des Regionalverbands im Jahr
1973 dem Gremium angehörende Verbandsmitglieder. Dazu gehörten u.a. der Bundestagsabgeordnete Georg Brunnhuber, der Landtagsabgeordnete Bernd Hitzler, die frühere Bundestagsabgeordnete Marga Elser und der Oberbürgermeister von Heidenheim Bernhard Ilg.
Besondere Abschiedsworte fand Verbandsvorsitzender Hermann Mader für Erich Göttlicher, der seit der Gründung des Regionalverbands Mitglied der Verbandsversammlung und von
1990 bis
2000 Verbandsvorsitzender des Regionalverbands gewesen ist. In den
36 Jahren seiner Verbandszugehörigkeit habe Erich Göttlicher, der auch Bürgermeister von Bopfingen gewesen ist, Wesentliches für die infrastrukturelle Entwicklung Ostwürttembergs geleistet. Beispielhaft hob Hermann Mader die Zukunftsinitiative Ostwürttemberg
1995 hervor, die zur Gründung der regionalen Wirtschaftsfördergesellschaft und zur Verbesserung der Infrastrukturentwicklung in Ostwürttemberg beigetragen habe.
Verbandsvorsitzender Hermann Mader dankte den ausscheidenden Mitgliedern für ihren Einsatz und rief die neuen Mitglieder der Verbandsversammlung dazu auf, in den kommenden fünf Jahren für eine bestmögliche Regionalentwicklung und für eine Verbesserung der Standortbedingungen in Ostwürttemberg gemeinsam zu arbeiten.
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