Ab Freitag wieder Zugverkehr zwischen Gmünd und Schorndorf
SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Planmäßig beendet die Deutsche Bahn am morgigen Donnerstag die Komplettsanierung der Gleisstränge im Remstal. Damit kehrt für die vielen Pendler zwischen Aalen und Stuttgart wieder Normalität und vor allem auch Zeitersparnis ein.
Denn ab Freitag werden alle Regio– und die IC-Züge (Nürnberg-Stuttgart-Karlsruhe) wieder nach Fahrplan durch das Remstal rollen. Und zwar auf nagelneuen Schienen, was die Fahrt für die Passagiere und auch für die Anlieger der Bahnstrecke leiser macht. Ein halbes Jahr wurden Schienen, Schwellen und Schotterbett komplett erneuert, zunächst auf dem Abschnitt zwischen Gmünd und Aalen, dann seit Ende Juli bis nun Mitte Oktober zwischen Gmünd und Schorndorf. Auf den gesperrten Strecken wurde von der Deutschen Bahn jeweils ein Schienenersatzverkehr per Omnibus eingerichtet. Trotz anfänglicher Sorge, so bestätigt auch Martin Schmoltke, Pressesprecher der Deutschen Bahn in Stuttgart, habe sich der Busersatz schnell eingespielt. Auf der einen Seite sei dankenswerter Weise das Verständnis den Bahnkunden gestanden, auf der anderen auch Service und Bemühen der Bahn. An den Bahnhöfen standen Helfer bereit. Umfassend war bereits im Vorfeld die Informationskampagne mit
200000 Broschüren,
600 Plakaten und
60 Transparenten. Die
30 Ersatzbusse legten im Remstal übrigens
1,
2 Millionen Kilometer zurück.
50 Millionen Euro wurden in die Sanierungsmaßnahme investiert.
68 Kilometer Gleise wurden erneuert, ebenso knapp
50 Weichen. Dieses gewaltige Programm wird von den Remstalkommunen natürlich als eindeutiges Bekenntnis der Deutschen Bahn für die Zukunftssicherung und auch Stärkung der Remstalverbindung gewertet, die ja gerade Schwäbisch Gmünd immer stärker mit der Metropolregion Stuttgart verknüpft. Durch die Landesgartenschau wird ja auch der Bahnhofsbereich als Tor zur Region Stuttgart sowohl optisch als auch funktionell mit Hochschulen, Hotel, Regionalsitz Ostwürttemberg und Einkaufszentrum gewaltig aufgewertet. Zurück zu den Daten und Fakten des Sanierungsprogramms:
102 000 Betonschwellen und
140 000 Meter Schienen wurden neu verleg, dazu
140 000 Tonnen Schotter eingebaut. Die gleiche Materialmenge musste ja auch entsorgt werden. Der Großteil dieser Logistik wurde über die Schiene abgewickelt. Die Bahn erklärt, dass die Komplettsperrung der beste und schnellste Weg gewesen sei, um die Sanierung der Remsbahn sicher und schnell abzuwickeln. Die Alternative wäre gewesen: Verspätungen über einen weitaus längeren Zeitraum, nervige Warnsignale und Gefahrensituationen.
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