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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 16. Oktober 2009

Krämermarkt in der Gmünder Innenstadt, Vergnügungspark mit drei großen Fahrgeschäften auf dem Schießtal

Kalt war es am ersten Krämermarkttag. Das ist gut. Zumindest für den Umsatz einiger Marktbeschicker. Und auf dem Vergnügungspark auf dem Schießtalplatz, für den mit viel Fantasie geworben wird, fürchten die Schausteller lediglich den Regen. Gegen die Kälte gibt’s ja Krämermarkt-​Wollprodukte.

SCHWÄBISCH GMÜND (nb/​bt). 200 Becher Glühwein wanderten bei Hafners Imbiss, die mit einem Stand am unteren Marktplatz auf dem Krämermarkt vertreten sind, über die Theke.
Auch Karin Orlitz ist zufrieden mit dem Wetter, das ihr am ersten Markttag einen guten Umsatz beschert hat – sie verkauft Hüte. „Wir hoffen, dass es die kommenden Tage trocken bleibt“, so die Thüringerin, die das erste Mal in Schwäbisch Gmünd zu Gast ist.
So gar nicht zu den winterlichen Temperaturen scheinen da die Insektengitter zu passen, die am Stand der Firma Waldenmaier aus Schwäbisch Hall-​Hessental präsentiert werden. Ob kalt oder nicht – Mitarbeiterin Bettina Monz zeigte sich zufrieden mit dem Interesse der Gmünder Marktbesucher. Es seien die Rabatte, die die Menschen auch bei eisigen Temperaturen zu einem Kauf anspornen, erklärt Monz. Auch die kulinarischen Leckereien aus der Mittelmeerküche, die Gürkan Hür auf der Westseite der Johanniskirche anbietet, sind, unabhängig vom Wetter, schon seit jeher bei den Marktbesuchern beliebt. Oliven und zahlreiche eingelegte Gemüsesorten rufen genauso Erinnerungen an den vergangenen Sommerurlaub wach wie die exotischen Früchte, die am Stand von Fatih Kuzu angeboten werden.
Doch auch die, die für den Winter vorsorgen möchten, kommen nicht zu kurz. Hüte, Socken, mollige Hausschuhe aus Schafsfell, Winterjacken – das Angebot ist groß. Und alle Blumenfreunde, die schon an das kommende Jahr denken, kommen beim Tulpenstand der Firma Zonneved auf ihre Kosten. Schließlich muss man die Tulpen-​Zwiebeln jetzt schon einpflanzen, erklärt Rudolf Brinükus, der seit mehr als 30 Jahren den Weg von Halle/​Niedersachsen nach Schwäbisch Gmünd auf sich nimmt. Mit 15 Jahren hat er hier das erste Mal Tulpen verkauft. Gut möglich, dass er damals den Gmündern Christel und Norbert Siegler über den Weg gelaufen ist. Die kommen nämlich schon seit ihrer Kindheit auf den Krämermarkt. Gestern haben sie gezielt nach einem Vorhang gesucht. Und, fündig geworden? Klar, auf dem Krämermarkt gibt es halt, unabhängig von den Jahreszeiten, nahezu alles.
Richtig rund geht’s seit heute auf dem Schießtalplatz. 30 Schausteller wurden ausgewählt, die dafür sorgen sollen, dass auch wirklich die ganze Familie Freude haben kann am Kirchweihrummel. „Feuer und Eis“ lässt Fahrgästen den Wind ganz ordentlich um die Nase wehen, taugt aber durchaus nicht nur fürs abenteuerlustige Jungvolk. Frisbee, die 120 Grad-​Schaukel, verlangt schon einen etwas belastbareren Magen. Und der Dance-​Express ist eine klassische Berg-​und-​Tal-​Bahn, die einfach Lust macht, eine Runde zu drehen. Ansonsten gibt’s ein halbes Dutzend origineller Angebote für die Kleinen — Kinderschleife und Traumflug etwa, sogar sprechende Karussell-​Fahrzeuge gibt’s dieses Mal. Robert Frank (T&M) würdige gestern die neuen Skooterwagen, die nicht nur technisch, sondern auch optisch überzeugten — durch ihre veränderte Form, vor allem aber durch die energiesparenden LED-​Lampen, die mit wechselnden Farben für richtige Disko-​Stimmung sorgen. Die Schausteller wiederum freuen sich sehr darüber, dass die Stadt mit den von Kathrin Häusser (ropa) gestalteten Plakaten und Herzen für sie wirbt und Lust macht auf einen „bunteren Herbst“.

Wie immer laden die Schausteller am Montag von 10 bis 12 Uhr 400 behinderte Kinder und Erwachsene ein. Heute und am Samstag ist von 14 bis 22.30 Uhr geöffnet, am Sonntag von 11 bis 22 Uhr, am Montag und am Dienstag – Familientag mit ermäßigten Preisen – von 14 bis 22 Uhr.
 

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