Mächtige Betonfertigteile schwebten gestern Morgen nahe der Stadtmauer in Zentimeterarbeit ein
Unübersehbar wurde gestern ein weiterer Schritt für den Tunnelbau im Bereich der Leonhardsvorstadt eingeläutet. Demnächst wird die dortige Friedhofsbrücke abgebrochen.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Für Zaungäste gibt es ja entlang der gut
1000 Meter Langen Tunnelbaustelle Gmünd Ost ja jeden Tag etwas zum Schauen und Staunen. Gestern nun ein besonders schwergewichtes Schauspiel: Mehrere bis zu
25 Tonnen schwere Betonfertigteile wurden angeliefert, mit Hilfe eines Autokrans auf die Baustelle gehievt und letztendlich auch mit Hilfe von Muskelkraft zentimetergenau in die vorgefertigten Lager eingesetzt. Wie Christian Schwarz, Leiter des Gmünder Baubüros des Regierungspräsidiums erklärt, handle es sich bei diesen Arbeiten bereits um Vorbereitungen für einen nächsten großen Schritt für Remsverlegung und Tunnelbau im Bereich zwischen Pfitzerkreuzung und Moltkebrücke. Schon in den nächsten Wochen beginnt der Abbruch der Remsüberführung bzw. –überdeckelung (Friedhofsbrücke) bei der Pfitzerkreuzung. Wie Christian Schwarz weiter beschreibt, handle es sich bei der sichtbar gewordenen Betoneinfassung in diesem Bereich auch um jenen Ort, wo Ende des nächsten Jahres der Tunneldurchschlag aus Richtung Westen erfolgen werde. Zuvor müsse jedoch – ähnlich wie an der Lorcher Straße – ein bis zu
25 Meter tiefer Aushub für einen dort erforderlichen, rund
300 Meter langen Tunneltrog erfolgen. Gleichzeitig bekomme die Rems auch den neuen Kanal, der ja auch die Hochwassersicherheit für den gleich daneben liegenden Tunnel garantieren müsse. Der jetzige Durchfluss der Rems unter der so genannten Friedhofs– oder auch Ziegelbrücke reiche nicht aus, könnte als Engstelle sogar zu einem Stauwehr werden. Für den erforderlichen Abbruch und Neubau sei es nun notwendig, die verbliebenen Fahrspuren der B
29 ein Stück Richtung Innenstadt zu verschwenken. Weil jedoch in diesem Bereich auch schon der Trog für den Tunnel gebaut werde, könne dieses Problem nur mittels eines provisorischen Betondeckels gelöst werden, der sozusagen als Behelfsbrücke den Verkehr über die Trogbaustelle führen wird. Die gestern angelieferten Teile sind für diese Maßnahmen bestimmt. Die Mineure sind währenddessen mit ihrem bergmännischen Teil des Tunnelbaus schon
840 Meter weit in Richtung Lindenfirstmassiv vorgedrungen. Gesamtlänge des Tunnels:
2,
2 Kilometer.
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