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» Sport | Samstag, 17. Oktober 2009

Nach der recht erfolgreichen deutschen Meisterschaft halten sich die „Night Hunter“ des Offroad-​Clubs nicht lang mit feiern auf

Der siebte und letzte Lauf zur deutschen Meisterschaft im Gschwender Quarzsandwerk „Lang“ (Bericht vom 5. Oktober in der RZ) hatte es nochmals in sich und brach gleich zwei Rekorde. Die der teilnehmenden Geländewagen-​Fahrer, sowie die Zuschauerzahl. Nun blicken die erfolgreichen ORC-​Piloten Riethmüller und Gereke schon in Richtung Schweden, auf die EM 2010. Von Giovanni Deriu

Klar, haben sich die erfolgreichen „ORCler“ feiern lassen, geben Andreas Riethmüller und Michael Gereke freimütig und ohne falsche Bescheidenheit zu, Entschuldigung, wann wird man schon deutscher Meister (Andreas Riethmüller) oder Dritter seiner Klasse (Michael Gereke)? In der Mannschaftswertung sicherte sich der Club mit den „Night Hunter“ die Vize-​Meisterschaft, kein Wunder, dass es die Fahrer in der „After-Race“-Party so richtig krachen ließen. Alle gemeinsam. Sieger und „Verlierer“. Thomas Altvater (ORC) wurde fünfter und fuhr nur knapp an der Qualifikation zur EM vorbei. Und, dafür, dass die ORC-​Piloten am letzten Meisterschaftslauf gar nicht mitfahren durften (so gibt es das Reglement vor), hatte sich das Stecken der Sektionen und das anschließende Mitfiebern und Abwarten gelohnt. Die „Night Hunter“ hatten sich ihren Vorsprung in den Rennen davor schon gesichert. Über 140 Teilnehmer fuhren in Gschwend auf und ab, blieben stecken, und wurden gefordert. An die 3000 Zuschauer waren dabei, dass sei schon „ein großes Spektakel“ gewesen, wie Michael Gereke noch knapp zehn Tage später schwärmt. Michael Gereke, der als Dritter auch für die Europameisterschaft 2010 in Schweden (Boras) qualifiziert ist, bedankt sich nochmals bei „allen Helfern und auch beim Sandgrubenbesitzer Lang“, alle seien hochzufrieden gewesen.
Nun schaut Gereke aber schon ins kommende Jahr auf die EM – die Zeit vergehe schnell, meint auch Andreas Riethmüller, im „März, April“ beginnen schon die ersten Läufe zur neuen deutschen Meisterschaft, und in der sechswöchigen Pause fände dann im August die EM in Schweden statt. Wie sie die Zeit momentan so kurz vor dem Wintereinbruch verbringen würden?, wollten wir wissen. Nun, getrennt befragt, antworteten Riethmüller wie Gereke fast identisch: „Erst zerlege ich den Wagen“, und den, in alle Einzelteile. Beide Trial-​Fahrer werden die Bauteile einzeln begutachten, analysieren und „ein paar Reparaturen“ und weitere Handgriffe durchführen. Michael Gereke wie Andreas Riethmüller haben eine handwerkliche Ausbildung als Werkzeugbauer und KFZ-​Mechaniker, deshalb sind sie bei den „Ausbesserungen“ in ihrem Element, die Hobbyfahrer und Bastler. Riethmüller hat genauso wie Gereke bereits an Europameisterschaften teilgenommen. Gereke gleich an dreien – und in Norwegen und San Marino waren beide gemeinsam für den ORC Spraitbach vor Ort. Aber die EM in Schweden, unterstreichen die erfahrenen „Night Hunter“, würde alle bereits „ da gewesenen“ Rennen übertreffen. In Schweden am Rennort würden die „Berge und Felsen wahrlich wachsen“, flüstert Riethmüller geheimnisvoll. Wie bitte? Nun, die Sektionen der zu befahrenen Strecke in Boras sind von Felsen umgeben, die tief im Waldboden stecken. Geben die Wägen an den Hügeln Gas, fräsen die Reifen den Boden tiefer, und der Fels „wächst“ eben. Riethmüller mutet seiner „Cinderella“ (Suzuki) allerhand zu, genauso Gereke seinem „Samurai“. Dickere aber weiche Reifen bekommen beide aufgezogen. Das kostet natürlich – der ORC hofft auch auf Sponsoren.
 

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