L 1159: Staatssekretär Rudolf Köberle gestern auf dem Rechberg
Elf Monate lang wurden rund 2,3 Millionen Euro investiert, um den Wißgoldingern und den Rechbergern einen jahrzehntelang gehegten Wunsch zu erfüllen und die Region insgesamt zu stärken. Gestern wurde die sanierte und ausgebaute L 1159 zwischen den Orten mit einem Festakt freigegeben.
SCHWÄBISCH GMÜND/WALDSTETTEN
(bt). Regierungspräsident Johannes Schmalzl würdigte die Beharrlichkeit, mit der Gmünd und Waldstetten dieses gemeinsame Anliegen vertreten hatten. Er war auch der erste an diesem Tag, der vom „enormen Nachholbedarf“ im Land sprach: Eine Menge Straßen warten auf den Ausbau. Auf den knapp
2,
3 Kilometern Straße zwischen Rechberg und Wißgoldingen waren
2005 täglich
4500 Autos unterwegs;
2015 werden es deutlich mehr sein. Staatssekretär Rudolf Köberle der die ausgebaute L
1159 gestern offiziell für den Verkehr freigegeben hat, erklärte, um den prognostizierten Verkehrszuwachs auf den Straßen im Land bewältigen zu können, brauche es ein gut ausgebautes Straßennetz mit Ortsumgehungen und sicher ausgebauten Ortsdurchfahrten. Außerdem seien gut ausgebaute Straßen notwendig, um die Standortbedingungen im Land zu garantieren und stetig zu verbessern. „Durch den Ausbau ist die Strecke für alle Verkehrsteilnehmer sicherer geworden“, so Köberle, der sich kurzzeitig in Aalen wähnte, diesen Ausrutscher freilich durch seine überzeugende Liebeserklärung an die Landschaft unter Stuifen und Rechberg vergessen machte.
Die Straße wurde insgesamt verbreitert und die engen Kurven beseitigt. Auch der straßenbegleitende Rad-, Geh– und Wirtschaftsweg führt zu einem besseren Verkehrsfluss und zu mehr Verkehrssicherheit. Köberle zufolge ist das investierte Geld gut angelegt: „Nicht zuletzt profitiert die gesamte Region, da durch den Ausbau die Anbindung an das überregionale Straßennetz gestärkt wird“. Investitionen in Erhaltung, Aus– und Neubau von Landesstraßen und die Beseitigung von Verkehrsengpässen seien dringend erforderlich: „Im Moment laufen die politischen Gespräche, um die Finanzierung von Projekten, die wir aufschieben müssen, doch noch sicherzustellen und möglichst bald mit dem Bau beginnen zu können“. Die Abgeordneten der
CDU–Fraktion im Landtag hätten bereits ihre Unterstützung zugesagt“, so der Staatssekretär mit Blick auf
MdL Dr. Stefan Scheffold. In Vertretung des erkrankten Oberbürgermeisters erinnerte Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse an die früheren Zustände auf dieser Straße, auf der Autofahrer nur hoffen konnten, keinem Bus, keinem Radler oder Fußgänger zu begegnen. Auch Bläse nannte ein leistungsfähiges Verkehrsnetz die Voraussetzung für Entwicklung im Ländlichen Raum. Wie er, schwärmte auch der Waldstetter Bürgermeister Michael Rembold vom Miteinander zwischen Gmünd und Waldstetten: Es sei wunderbar, wie hier Hand in Hand gearbeitet werde. Rembold dankte dem
MV Harmonie Wißgoldingen, der den Festakt umrahmte sowie unter anderem Bauleiterin Maren Zengerle. Die Pfarrer Klaus Stegmaier und Jörg Krieg gestalteten eine feierliche Segnung der neuen Straße. Nach dem Durchtrennen des Bandes und der Fahrt über die neue Trasse klang die Feier in der Kaiserberghalle aus, wo allgemein gehofft wurde, keine neue „Raserstrecke“ eingeweiht zu haben.
Noch keine Kommentare vorhanden.