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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 21. Oktober 2009

Benefizkonzert für die Johanniskirche im Prediger zum zehnjährigen Bestehen des Chors „In Takt“

Modernes Liedgut hat sich der Chor „In Takt“ auf seine Notenblätter schreiben lassen. Der Chor ist Teil des Gesangvereins 1823 Schwäbisch Gmünd.

SCHWÄBISCH GMÜND (kos). Die Idee kam vor zehn Jahren bei der Gründung gut an, und auch heute können sich immer wieder neue Sängerinnen und Sänger für moderne Weisen begeistern.
Viele Auftritte hat der Chor bereits mit Erfolg absolviert. Nun gab es weiteres am vergangenen Sonntagabend im Foyer des Predigers, das als Benefizkonzert dem Erhalt des Gmünder Kleinods, der Johanniskirche, gewidmet war und mit dem sich „In Takt“ wieder einmal als ein feiner harmonisch auf die einzelnen Stimmen eingeübter und ausgewogener Chor recht vielen Besuchern präsentierte, unter denen auch der Erste Bürgermeister Dr. Joachim Bläse dem Chor zum Jubiläum die Referenz zu seinem 10-​jährigen Bestehen erwies. Und damit der Gesang noch besser zur Geltung kam, sorgten Iris Kostrzewa am Klavier und Alexander Erhard und Sandra Groß am Schlagzeug nicht nur für den instrumentalen Background, sondern für eine gekonnte instrumentale Bereicherung. Bestens einstudiert und als Dirigent alles im Griff hatte Martin Thorwart, so dass es am Ende wie bei Abba auch bei den Mitwirkenden und den Beifall spendenden Zuhörern hieß „Thank you for the music“.
Bevor es aber soweit war, gab es vieles zu hören, was an der Vielseitigkeit und Musikalität des Chores keinen Zweifel ließ. „Wir machen Musik“ hieß es zu Beginn mit einem flotten Titel, den einst Peter Igelhoff geschrieben hatte. Dann erfreute ein bunter Reigen bekannter Melodien die heute noch ins Ohr gehen, und dem dabei zu hörenden Landsknechtsständchen von Orlando di Lasso folgten drei weitere bestens einstudierte Liebeslieder. Erinnerungen kamen auf, als der Chor die 60– und 70-​er Jahre musikalisch Revue passieren ließ, wobei nicht nur „Georgy Girl“ und „Penny Lane“ waren dabei die einzigen, die den Zuhörern gefielen. Vier musikalische Kabinettstückchen folgten dann mit der Vertonung von humorvollen Texten von Heinz Erhard und Joachim Ringelnatz, die gewiss dem Konzert eine besonders schöne Note gaben. Da wären von Heinz Erhard das Drama vom Lama zu nennen, das leiden musste, weil es nie spukte und von Joachim Ringelnatz unter anderem der „Sauerampfer“, der so seine Schwierigkeiten mit der Eisenbahn hatte. Das setzte der Chor recht vergnüglich und gekonnt um. Chorarrangements aus Musical und Filmen bildeten den Schluss des wohlgelungenen Konzertes, für das die Zuhörer nicht mit dem Beifall geizten.
 

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