Klemens Stöckle stellt sich am 7. Februar für eine dritte Amtszeit zur Wahl
Nach einer Besichtigungsfahrt drehte sich die Beratung in der jüngsten Igginger Gemeinderatssitzung zunächst um die anstehende Modernisierung der „Kläranlage“. Danach wurden die Termine für die Bürgermeisterwahl festgelegt.
IGGINGEN (uh). Bereits im Januar wurde vom Gemeinderat ein Konzept für die Umbau– und Sanierungsmaßnahmen der Kläranlage Iggingen beraten. Nachdem die Reinigungsleistung sehr gut ist und die Ausbaugröße für die nächsten
20 Jahre ausreicht, ist die Modernisierung der Anlage grundsätzlich wirtschaftlich und sinnvoll. Matthias Strobel vom Ingenieurbüro LK
&P aus Mutlangen erläuterte in der Sitzung die einzelnen Abschnitte der mechanisch-biologischen Kläranlage mit Mikroorganismen bzw. Bakterien und stellte den geplanten ersten Sanierungsabschnitt im Detail vor.
Mit dem Neubau eines Geröllfangs oberhalb des Regenüberlaufbeckens könnte der grobe Schmutz (Schotter, Kies, Steine etc.) bereits vor der eigentlichen Kläranlage abgefangen werden. Die nachfolgenden Anlagenteile würden dadurch geschont und der Verschleiß vermindert werden.
Die Vorreinigung soll komplett durch eine zeitgemäße Kompaktanlage erneuert werden. Diese besteht aus einem Rechen sowie einem Sand– und Fettfang. Eine Erneuerung sinnvoll, denn bei Reparaturen müsste immer wieder in ein veraltetes System investiert werden. Ebenso soll die Schwimmschlammentnahme durch den Einbau einer neuen Pumpe wesentlich handlicher möglich werden.
In der anschließenden Diskussion sprach sich der Gemeinderat aus Gründen der Betriebssicherheit einstimmig für die Modernisierung der Kläranlage aus und lobte in diesem Zusammenhang die gute Arbeit von Klärwärter Günter Ladenburger. Die Ausschreibung soll vom Ingenieurbüro LK
&P noch in diesem Jahr vorbereitet werden und der Baubeginn ist für Frühjahr
2010 vorgesehen. Die Gesamtkosten für diesen ersten Sanierungsabschnitt belaufen sich auf rund
360 000 Euro, wobei im Haushalt
2009 bereits
200 000 Euro finanziert sind. Zuschüsse gibt es für Modernisierungen nicht.
Im Zuge des Ausbaus der Sturzäckerstraße-Süd erhält die komplette Sturzäckerstraße eine neue Straßenbeleuchtung. Vom Gemeinderat wurden zwei Leuchtentypen ausgewählt und dementsprechend die beschränkte Ausschreibung durchgeführt.
Der Gemeinderat sprach sich für die in der Gemeinde bereits vorhandenen anthrazitfarbenen Leuchten (Fa. Hess) sowie einem zylindrisch abgesetzten, verzinkten Masten aus. Die
EnBW OdR war mit Gesamtkosten von
12 779,
89 Euro der günstigste Bieter und die Gesamtkosten belaufen sich inklusive der Erdarbeiten auf rund
43 000 Euro.
Die Amtszeit von Bürgermeister Klemens Stöckle endet am
2. Mai
2010. Für die bevorstehende Wahl sind einige Beschlüsse des Gemeinderats erforderlich und Karl Greßler übernahm als
1. stellvertretender Bürgermeister den Vorsitz. Er verwies darauf, dass während der bereits
16-jährigen Amtszeit von Bürgermeister Stöckle in der Gemeinde einiges bewegt wurde (Neubau Bürgersaal, Kindergarten, Ortsdurchfahrt, Gewerbegebiet, Spielplätze, Jubiläum, Flurbereinigung, Vereinsräume usw.).
Vom Gremium wurde anschließend beschlossen, dass die Bürgermeisterwahl am
7. Februar
2010 und eine evtl. Neuwahl am
21. Februar
2010 stattfinden soll. Die Stellenausschreibung erfolgt am
27. November im Staatsanzeiger Baden-Württemberg, und das Ende der Einreichungsfrist ist der
11. Januar
2010.
Tritt nur der jetzige Amtsinhaber Bürgermeister Stöckle an, wird auf eine öffentliche Kandidatenvorstellung verzichtet. Sollten sich mehrere Kandidaten für das Amt bewerben entscheidet der Gemeinderat, ob eine öffentliche Vorstellung der Bewerber stattfinden soll.
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