Laubenhartschule als Außenstelle der Werkrealschule Heubach
Die Hauptschule verschwindet und wird durch die Werkrealschule ersetzt. Vor allem die einzügigen Hauptschulen trifft dies. In Bartholomä tendiert man dazu, sich der in Heubach geplanten Werkrealschule anzuschließen.
BARTHOLOMÄ
(rw). Mit den Folgen der Änderung des Schulgesetzes, welches die Werkrealschule ab Schuljahr
2010/
11 als neuen Schultyp vorsieht, befasste sich gestern Abend der Gemeinderat. Die auf sechs Schuljahre angelegte Werkrealschule hat als Basis die Zweizügigkeit. „Ich vermute, wir kommen mit unserer kleinen Laubenhartschule ganz schnell unter Druck“, sagte Bürgermeister Thomas Kuhn. Die
31 Hauptschüler werden bislang in zwei Klassen unterrichtet, Fünft– bis Siebtklässler und Acht-und Neuntklässler gemeinsam. Einen eigenen Antrag auf Einrichtung einer Werkrealschule kann Bartholomä mangels Masse nicht stellen.
Der Leiter des Schulamtes Göppingen, Hans-Jörg Polzer, schenkte den Räten reinen Wein ein: Mittelfristig werde es keine Hauptschulen mehr in Baden-Württemberg geben, sie werden ersetzt durch die Werkrealschulen, für welche die freie Schulwahl gilt. Damit verbunden ist die Lehrerumverteilung von der Haupt– zur Werkrealschule. Beharre Bartholomä auf seiner Hauptschule, könnten dort nicht mehr alle drei Wahlpflichtfächer angeboten werden. Damit drohe die Gefahr des Schülerverlustes. In der Umgebung steht die Gemeinde ziemlich allein da — eine Chance bestehe in der Zusammenarbeit mit Heubach, nachdem sich Mögglingen und Böbingen zusammentun. Die Perspektive für Bartholomä: die Fünft– bis Siebtklässler bleiben in der Laubenhartschule, die als Außenstelle der Heubacher Werkrealschule geführt wird, die Acht– bis Zehntklässler gehen nach Heubach. Die Schulleitung sitzt in Heubach, die Bartholomäer Schule wird als Außenstelle von Heubach geführt.
Das Zusammenlegen aller Hauptschüler in einer Klasse wurde von den Räten und Schulleiter Karl-Heinz Hägele aus naheliegenden pädagogischen Gründen und wegen der dann reduzierten Lehrerversorgung abgelehnt. Man tendierte zum Zusammengehen mit Heubach. Zunächst werden Gesamtlehrerkonferenz und Schulkonferenz darüber sprechen, auch die Schulträger Bartholomä und Heubach müssen sich zusammenfinden. Die Entscheidung muss bis Mitte Dezember fallen.
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