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» Ostalbkreis | Freitag, 23. Oktober 2009

Im Untergröninger Ortschaftsrat stellten die Bürger viele kritische Fragen

Die Bürgerfragestunde hat sich bei der letzten Ortschaftsratssitzung in Untergröningen zum Haupttagesordnungspunkt herauskristallisiert, die Bürger stellten kritische Fragen.

In Untergröningen gib es einige Unruhe, seit bekannt geworden ist, dass die Firma Holopack vorerst nicht auf dem Gelände des Bahnhofsareals erweitern wird. Dabei wird unter anderem auch die Informationspolitik der Gemeindeverwaltung kritisiert. In der Bürgerfragestunde stellte Barbara Weise fest, dass große Unruhe im Dorf herrsche und fragte, ob es nicht möglich sei, eine Bürgerversammlung einzuberufen. Mit den avisierten 200 zusätzlichen Arbeitsplätzen hätte man den stetigen Niedergang der Ortschaft aufhalten können, meinte sie.
Bürgermeister Georg Ruf stellte klar, dass die Gemeinde alles mögliche getan habe, um der Firma Holopack die Erweiterung auf dem Bahnhofsareal zu ermöglichen. Man habe das Bahnhofgelände aufgekauft und einen Bebauungsplan erstellt. Er sagte, dass mit der Firma Holopack ein Gesprächstermin vorgesehen sei, um über den Kauf des Bahnhofareals weiter zu verhandeln.
Heinrich Kunz betonte in der Bürgerfragestunde, dass man in Untergröningen wieder ein Erfolgserlebnis brauche. Seiner Meinung nach wäre es notwendig gewesen, seitens der Verwaltung etwas mehr Einsatz zu zeigen, um in der Angelegenheit Holopack zu einem Erfolg zu kommen. Dabei kritisierte er auch die Verwaltung in Zusammenhang mit einer fehlenden Tankstelle in Untergröningen. Früher habe man zwei Tankstellen gehabt, heute gebe es gar keine mehr. Auch ein Altenpflegeheim oder eine Pflegeeinrichtung sei schon einmal zugesagt worden und würde immer noch fehlen. Bürgermeister Georg Ruf sagte hierzu, dass es dazu auch einen Träger bräuchte, der die Einrichtung betreue.
Heinrich Kunz bedauerte auch sehr den Weggang von Ortsvorsteherin Doreen Rüdiger-​Schäufele. Diese habe sich gut eingearbeitet und Zuspruch in der Bevölkerung gehabt, und nun müsse man wieder vorn vorne anfangen. Er stellte jedoch auch in Frage, ob es überhaupt notwendig sei, zukünftig wieder einen hauptamtlichen Ortsvorsteher zu haben oder ob es nicht besser sei, wieder einen ehrenamtlichen, ortsansässigen Ortsvorsteher einzusetzen.
Kritische Fragen gab es auch hinsichtlich der Zukunft des Untergröninger Schulgebäudes. Man habe mit Erstaunen lesen müssen, dass in Abtsgmünd für rund 320 000 Euro Schulcontainer beschafft werden müssten, dabei aber das Schulgebäude in Untergröningen genügend freie Raumkapazitäten habe. Barbara Weise fragte nach, ob es denn nicht Sinn machen würde, die fünfte und sechste Klasse der Hauptschule aus Abtsgmünd in Untergröningen unterzubringen. Bürgermeister Georg Ruf erläuterte hierzu das Schulkonzept der Gemeinde, das in der letzten Gemeinderatssitzung im Zusammenhang mit der Bewerbung um die Einrichtung einer Werkrealschule vorgestellt wurde und verdeutliche, dass man hierbei auch die gewachsen Schülerströme aus den umliegenden Gemeinden berücksichtigen müsse.
Ob es denn überhaupt mit dem angedachten Bildungshaus etwas werde, fragte Pfarrer Jürgen Zwirner nach. Das Projekt sei angesichts der derzeitigen Haushaltslage zurückgestellt, antwortete Georg Ruf. Es läge zwar eine Grobplanung vor, aber man müsse noch klären, was bei einem eventuellen Umzug des Kindergartens in das Schulgebäude mit dem jetzigen Kindergartengebäude geschehen soll. Wegen der Ganztagesbetreuung würde derzeit ein Fragebogen bei der Firma Holopack zur Erstellung einer Bedarfsanalyse im Umlauf sein.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden noch die Haushaltsplanwünsche des Teilortes für die Jahre 2010 bis 2013 besprochen. Danach teilte Ortsvorsteherin Doreen Rüdiger-​Schäufele mit, dass sie ihre hauptamtliche Tätigkeit als Ortsvorsteherin von Untergröningen zum Jahresende aufgeben wird. Sie wird ab Januar in Stuttgart bei der Wehrbereichsverwaltung Süd in Stuttgart tätig sein.
 

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