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Montag, 26. Oktober 2009
19. Sparkassen-Albmarathon: Über 1600 Teilnehmer genießen die Rennen bei bestem Laufwetter
Mit seinem zehnten Sieg beim Albmarathon hat sich Jürgen Wieser nun endgültig die Krone aufgesetzt. Als „Kaiser der Kaiserberge“ bezeichnete Streckensprecher Marcel Egerter den Ausnahmesportler, der mit diesem Sieg bei über der Hälfte der Rennen die Ziellinie als Erster überquert hat.
Ehre, wem Ehre gebührt – dachten sich wohl die Zuschauer im Zieleinlauf auf dem Marktplatz als Jürgen Wieser mit erhobenem Zeigefinger seinen insgesamt zehnten Sieg beim Schwäbisch Gmünder Albmarathon feierte. Laut wurde der Inhaber des Streckenrekords beklatscht. Applaus, den sich Wieser mehr als verdient hatte. Ohne Probleme sicherte er sich in diesem Jahr den Platz ganz oben auf dem Podest. Lange mussten die Zuschauer warten, ehe mit einer Viertelstunde Rückstand Danny Thewes (Möllner SV) die Bocksgasse in den Zielbereich heruntergelaufen kam. Thewes konnte sich aber damit trösten im Europacup der Ultramarathone den Gesamtsieg erreicht zu haben. Der Albmarathon scheint der Lauf von Wieser zu sein. Auf dieser Strecke ist der
41-Jährige beinahe unschlagbar. Streckenrekord und zehn Siege, eine Bilanz, die wohl von keinem Läufer in Zukunft mehr erreicht werden kann. Ob Wieser selbst noch einmal einen Anlauf nehmen wird, um zum elften Mal die Ziellinie als Sieger zu überqueren, ist eher unwahrscheinlich. Er sei nicht mehr der Jüngste, meinte Wieser und ließ sich eine Rückkehr auf die „schwere Strecke“ des Albmarathons offen. Als Hobbyläufer könne er sich aber durchaus nochmals vorstellen in der Stauferstadt am Rennen teilzunehmen. An seinem Rennen. „Es gibt kein schöneres Rennen“, bekannte der Sportler mit Ecken und Kanten. Mit Tränen in den Augen genoss er nochmals den Lauf und er konnte ihn auch genießen, war doch niemand der anderen Teilnehmer in der Lage ihm nur annähernd Paroli zu bieten.
Souverän sicherte sich auch Branka Hajek bei den Frauen den Sieg. Als einzige schaffte sie es die Vier-Stunden-Schallmauer zu durchbrechen. Im Ziel hatte sie sieben Minute Vorsprung auf ihre härteste Konkurrentin Veronika Ullrich. Die Bergspezalistin versäumte es aber nicht Hajek immer wieder unter Druck zu setzen. Erst im hinteren Teil des Rennens konnte sich die diesjährige WM-Vierte über
100 Kilometer durchsetzen. Bei
3:
57,
30 Stunden stoppte die Uhr für Hajek, immerhin der drittschnellsten Zeit, die jemals von einer Frau beim Albmarathon gelaufen wurde. Auf dem fünften Platz erreichte Lokalmatadorin Andreas Calmbach (
DJK Gmünd) den Marktplatz. Beinahe viereinhalb Stunden benötigte sie für die
50 Kilometer. Sie siegte mit dieser Zeit in der Altersklasse W
45. In der gleichen Kategorie schaffte es ihr Vereinskollege Jörg Schreiber bei den Männern auf den zweiten Platz.
Nicht wiederholen konnte in diesem Jahr Hauke Dutschak seinen Sieg über die
25 Kilometer lange Distanz. Der passionierte Schachspieler – er ist in dieser Sportart immerhin Fidemeister – musste sich mit Rang vier zufrieden geben. Der Österreicher Bruno Schumi landete hier einen Überraschungscoup. Bei den Damen konnte Lena Kopp (Sparda-Team Rechberghausen) ihren ersten Rang aus dem Vorjahr verteidigen, blieb aber über der Zwei-Stunden-Grenze, die sie
2008 noch unterbieten konnte.
Als Favorit machte sich Johannes Großkopf auf die zehn Kilometer lange Strecke. Schon bei der ersten Auflage vor einem Jahr erreichte er als Erster das Ziel. Für Großkopf ist der Albmarathon sein Heimrennen. Zwar startet er inzwischen für Rechberghausen, aber eigentlich ist er ein Eigengewächs der
DJK Gmünd. Unter
35 Minuten wollte er bleiben und diese Vorgabe erreichte er ohne Probleme. Mit einer Rolle vorwärts überquerte er die Ziellinie und ließ sich feiern. Dritter wurde Robin Göhringer, der für den Ausrichterverein an den Start ging. Schnellste bei den Damen war die Donzdorferin Nicola Wittner, die schon beim Gmünder Stadtlauf als Zweite ins Ziel kam. Nach ihr folgte Monika Schneider von der Kreissparkasse Ostalb.
Über
1600 Teilnehmer fanden in den unterschiedlichen Läufen ihren Weg in die Stauferstadt. Begeistert waren einmal mehr die Bambinis und Schüler auf der Strecke. Aber auch der ein oder andere „prominente“ Läufer war mit großem Ehrgeiz dabei. So gab sich auch Bürgermeister Joachim Bläse ehrgeizig und „versägte“ im Schlussspurt den Abteilungsleiter der Gmünder Handballer, Steffen Alt, der später noch feststellen musste, dass der Samstag einfach nicht sein Tag war, denn wenige Stunden später verloren seine TSBler beim Tabellenletzten der Württembergliga.
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