Am Samstag wurde die Kapelle am Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd eingeweiht
n schlichter Schönheit und mit beeindruckender Akustik stellt sich der Rundbau der Klinikkapelle in Mutlangen dar. Am Samstagnachmittag wurde die Kapelle in einer mit Orgel– und Posaunenklang und Chorgesang umrahmten ökumenischen Feier ihrer Bestimmung übergeben.
MUTLANGEN. Viele Besucher nahmen daran teil und folgten anschließend der Einladung von Landrat Klaus Pavel zum Kaffeetrinken in der schönen Cafeteria der Klinik. Dem feierlichen Einzug in die Klinikkapelle folgte die Eindeckung des neuen Altars mit den Gegenständen, die aus der alten Kapelle mitgebracht wurden. Die vielen Besucher begrüßte dann der evangelische Klinikseelsorger Michael Gseller und auch seine Amtskollegen, den katholischen Klinikseelsorger Peter Paul Pischl, den stellvertretenden Dekan der katholischen Kirche, Pfarrer Johannes Waldenmaier, und den evangelischen Dekan Immanuel J.A. Nau, die gemeinsam mit ihm die gottesdienstliche Einweihungsfeier gestalteten sowie Landrat Klaus Pavel und den Architekten Professor Friedrich Spengelin.
Er habe es sich nicht träumen lassen, einmal an der Einweihung einer neuen Kapelle im Krankenhaus teilnehmen zu können, die jetzt ein Tag der Freude sei. Nach Gesang, Gebet und der Lesung hielt der evangelische Dekan Immanuel J.A. Nau die Predigt. Mit dem Gang von der alten zur neuen Kapelle habe die Feier zur Einweihung begonnen. Alles, was in der alten Kapelle wichtig gewesen sei, habe man von dort mitgenommen und auf den neuen Altar gestellt. Und, wie es in der Bibel stehe, sei Gott immer mit gewandelt und hier von der Kapelle zu den kranken Menschen und mit den wieder Genesenen nach Hause. So solle nun die neue Kapelle einen geistigen Rastplatz bieten, auf dem man die Nähe Gottes spüren könne. Dabei sei hier auch das Äußere, wie es Pfarrer Johannes Waldenmaier gesagt habe, „eine runde Sache“. Hier dürfe man ganz bei Gott und „ich selber“ sein. Die Lichtblicke an diesem Ort mit dem zentralen Lichteinfall von oben sei die besondere Prägung. Damit werde das Licht vom Himmel an diesem Ort inmitten von Krankheit und Sorgen, doch auch von neuem Leben geleitet.
Die Einsegnung des Altars und der neuen Kapelle erfolgte dann durch den stellvertretenden katholischen Dekan Johannes Waldenmaier mit dem Ursymbol für das Leben, dem Wasser, wobei er die Bedeutung des Segens von Gott für die Menschen verdeutlichte. Nach dem Fürbittengebet, dem Vaterunser und einem Chorgesang ergriff Landrat Klaus Pavel das Wort. Er hob hervor, dass bei den Einweihungsfeierlichkeiten für das Klinikum, diese ganz außergewöhnliche Stunde gefehlt habe. Und, „ich habe es mir nicht vorstellen können, Bauherr einer Kirche zu sein“. Deren Akustik lobte er über die Maßen mit einem Wort an den Architekten: „Ich glaube, Sie haben eine Kathedrale gebaut.“ Um mit Gott ins Zwiegespräch zu kommen, brauche es diesen Ort, und „Kliniken brauchen auch in Zukunft Klinikseelsorge.“
Er dankte allen, die sich für den Bau eingesetzt haben, dem Land für den Zuschuss, den Mitgliedern des Kreistages, dem Freundeskreis der Klinik und dem Architekten, der sich wie kein anderer für den Bau eingesetzt habe. Den beiden Krankenhausseelsorgern, Pfarrer Gseller und Pastoralreferent Pischel gelte es ebenfalls für ihren wichtigen Dienst öffentlich Danke zu sagen, wobei er deren gute Zusammenarbeit und der der beiden Kirchen mit dem Ostalbkreis betonte.
Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Großer Gott, wir loben dich“ ging die bedeutsame Einweihungsfeierlichkeit zu Ende, an deren Schluss Dekan Immanuel Nau für den Bauherrn, Landrat Pavel noch eine besondere Überraschung bereit hielt.
Für den evangelischen Kirchenbezirk überreichte er den durch Spenden zustande gekommenen Beitrag für den Bau der Kapelle — einen Scheck über
20 000 Euro. Darüber freute sich der Landrat so sehr, dass er anschließend alle zu Kaffee und auch Kuchen in die neue Cafeteria einlud.
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