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Dienstag, 27. Oktober 2009
Fußball, Oberliga: Seit dem Aufstieg aus der Verbandsliga im Jahr 2004 gelangen nie mehr als sieben Siege im Jahnstadion
Einstellen können die Kicker des FC Normannia Gmünd ihre Rekordzahl an Heimsiegen in der Oberliga schon am kommenden Samstag gegen den TSV Crailsheim. Mehr als sieben Heimsiege gelangen dem FCN bisher nie. Umso erstaunlicher ist, dass diese Bestmarke nun schon nach sechs Partien im Jahnstadion zu bröckeln beginnt.
Eine tolle Entwicklung haben die Normannen in dieser Saison genommen. Trotz einiger personeller Änderungen auf und neben dem Platz läuft es für die Gmünder richtig gut. Ein Umstand, mit dem in der Sommerpause so mit Sicherheit nicht gerechnet werden konnte, verließen doch mit Steffen und Dominik Kaiser sowie Michael Zimmermann wichtige Eckpfeiler der letzten Jahre den
FCN. Doch den Verantwortlichen im Schwerzer scheint es gelungen zu sein, einen Kader zusammen zu stellen, der in der Lage ist im vorderen Drittel des Klassements mitzumischen. Auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt. Denn die erste Stunde gegen den Vorletzten aus Bonlanden war für die anwesenden Zuschauer mit Sicherheit kein Augenschmaus. Nach dem herrlichen Treffer zum
1:
1 von Beniamino Molinari fing der anfangs stotternde Motor aber richtig zu laufen an und das Team von den Fildern wurde in der letzten halben Stunde richtig demontiert. Neben dem Sturmduo Manuel Grampes und Molinari, das sich fast blind zu verstehen scheint, gab es aber weitere Väter des Erfolgs. Vor allem die beiden Einwechselspieler Patrick Faber und Patrick Stöppler brachten neuen Schwung in die Partie. „Wir haben einen ausgeglichenen Kader“, wird
FCN–Trainer Lothar Mattner nie müde zu betonen. An Einzelpersonen den Erfolg festmachen, ist so gar nicht die Sache des Coaches. Viel lieber hebt er immer wieder die Stärke des Kollektivs hervor. Wohl wissend, dass ein Molinari in seiner derzeiten Verfassung auch in einem schlechten Spiel einmal den Unterschied ausmachen kann. Nicht umsonst ließ sich Bonlandens Trainer Norbert Stippel zu der Aussage hinreißen: „Ein Königreich für einen Beniamino Molinari.“ Bei beiden Treffern blitzte am vergangenen Samstag seine Extraklasse auf.
Davor präsentierte das Team viel Magerkost und wirkte teilweise auch lethargisch. Kein Aufschrei war zu hören. „Wenn man die Ruhe bewahrt, kann man so ein Spiel auch in der
70.,
80. oder
90. Minute noch drehen“, so die Meinung des Trainers. Viele Zuschauer im Schwerzer hätten in der Halbzeit auf eine Standpauke des Verantwortlichen getippt. Doch das Gegenteil war der Fall. Auf keinen Fall die Mannschaft verunsichern, lautete das Motto. Der Erfolg gibt Mattner Recht.
Spaß mache es zwischen den Schwergewichten der Liga mitzumischen. Eine völlig neue Situation im Schwerzer. Diesen Spaßfaktor wollen Mannschaft und Trainer sich noch lange erhalten, deshalb soll im zweiten Heimspiel in Folge gegen den
TSV Crailsheim der nächste Sieg folgen. Es wäre der siebte im siebten Spiel und damit die Rekordmarke eingestellt. Seit dem Aufstieg in die Oberliga
2004 verbuchten die Normannen nie mehr als sieben Dreier vor heimischem Publikum. Eine Bestmarke, die in dieser Saison mit großer Wahrscheinlichkeit fallen wird. Überhaupt sind die Aussichten für die Gmünder sehr gut sich in der Spitzengruppe der Oberliga lange Zeit zu etablieren. Sechs Begegnungen stehen noch bis zur Winterpause auf dem Programm. Vier davon werden im Jahnstadion ausgetragen. Allzu sehr weit nach vorne soll der Blick aber erst einmal nicht gehen. „Jetzt kommt Crailsheim. Da müssen, dürfen wir das Spiel machen“, beschäftigt sich Mattner nicht mit Träumereien von einem Spitzenspiel am
28. November beim
VfL Kirchheim, sondern mit dem nächsten Kontrahenten. Schnell soll es gegen die Horaffen über die Flügel in die Spitze gehen und ja die eigene Defensive nicht zu sehr vernachlässigt werden. Dann scheint Sieg Nummer sieben gegen das Kellerkind in Reichweite zu liegen. Zumal die Gmünder mit dem
TSV noch aus der vergangenen Saison eine Rechnung offen haben. Zwei Niederlagen hagelte es da gegen Crailsheim und vor allen Dingen die im Jahnstadion schmerzte, weil die Gäste die FCNler teilweise mächtig durcheinander wirbelten. Doch auch die Flitsch-Elf musste im Sommer einen großen Umbruch verzeichnen und hat diesen bisher nicht so gut verkraftet.
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