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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 28. Oktober 2009

Akademisches Jahr an der Seniorenhochschule mit einem Äthiopien-​Vortrag von Prof. Lothar Rother eröffnet

Mit der schönste Eindruck, wenn ein akademisches Jahr der Seniorenhochschule eröffnet wird: Neben all den vertrauten Gesichtern sind immer auch Neue im Hörsaal, denen anzusehen ist, dass in diesem Augenblick ein Lebenstraum wahr wird: Der Traum vom Lernen um des Lernens und Wissens willen.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Rektor Prof. Dr. Hans-​Jürgen Albers nannte die Seniorenhochschule gestern einen wichtigen Teil der Pädagogischen Hochschule und sprach von seinem Dank und von seinem Respekt angesichts des dort entstandenen „blühenden Lebens“. Er sei davon überzeugt, dass die Seniorenbildung weiter an Bedeutung gewinnen werde. Nicht nur Kontinuität und Bewahrung des Bewährten war sein Thema, auch der jüngste Ausbau der Hochschule mit den beiden neuen Master-​Studiengängen „Interkulturalität und Integration“ und „Bildungswissenschaften“ sowie die Kinder-​Uni. In seiner Begrüßung würdigte Albers die Verdienste zweier Persönlichkeiten, denen die Seniorenhochschule bzw. die PH vieles zu verdanken hat: Prof. Dr. Lothar Rother, Senatsbeauftragter der Seniorenhochschule, sowie Prof. Dr. Josef Lauter, Vorsitzender des Freundeskreises. Die musikalische Umrahmung übernahmen, wie könnte es anders sein, Studierende der PH – Isabell Rössler (Viola) und Florian Schäfer (Klavier). Prof. Lauter erklärte, Freunde beobachteten einander wohlwollend, aber auch sorgfältig und kritisch. Und so nehme auch der Verein der Freunde der Pädagogischen Hochschule Anteil, berate, unterstütze und helfe, wenn nötig, finanziell bei Aufgaben, „für die die sparsame schwäbische Landesregierung kein Geld locker macht“. So dürfe der Rektor auswärtigen Gästen mit Landesmitteln nicht mal eine Tasse Kaffee servieren. Lauter: „Aber nicht nur bei Kaffee hilft der Verein, sondern auch bei Forschungsprojekten, Projekten der Studenten, Exkursionen, Gastseminaren usw“. Die Hochschule stehe hervorragend da, so Josef Lauter, der Bildungsmöglichkeiten „für alle Altersgruppen, von 8 bis 80 Jahre und darüber hinaus“ beleuchtete. So widmete er sich der Kinder-​Universität, in der sich 300 Kinder von den Dinosauriern begeistern ließen, ebenso wie der Seniorenhochschule, „ein Juwel unserer Hochschule“, in der sich seit nunmehr 27 Jahren interessierte Bürgerinnen und Bürger zu wissenschaftlichen und künstlerischen Vorträgen und Veranstaltungen, aber auch zu eigenen Aktivitäten und auch zu persönlichem Kennenlernen und Gesprächen träfen. Prof. Lauter schloss mit einem Kafka-​Wort „Wer die Fähigkeit bewahrt, das Schöne zu sehen, wird niemals alt“.
Den ersten Vortrag des akademischen Jahres hielt Prof. Rother, der die Seniorenhochschule mit unermüdlichem Engagement zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Er sprach über „Äthiopien. Menschen und Kulturen am Horn von Afrika“. Gleich zu Beginn wurde zudem Lust gemacht auf die weiteren Vorträge und Veranstaltungen, an denen sich Akademiker ebenso freuen, wie andere Wissensdurstige, denen die Zeit, in die sie hineingeboren wurden, das Elternhaus, Beruf oder Familie, nie die Möglichkeit gaben, diese Passion zu leben. In den nächsten Monaten referieren PH-​Lehrende zu unterschiedlichsten Themen bis hin zum „Leben und Sterben der Sterne“; die RZ kündigt diese Veranstaltungen jeweils an. Zudem gibt es Arbeitskreise, die sich unter anderem mit Literatur und Theologie befassen sowie Gruppenveranstaltungen in den verschiedensten Fachbereichen von Biologie über Geschichte und Musik bis zur Psychologie.
 

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