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» Ostalbkreis | Mittwoch, 28. Oktober 2009

Herbstwanderung des OGV Mutlangen zu den Weinbergen und zum Skulpturenpfad bei Strümpfelbach

Der Skulpturenpfad bei Strümpfelbach war das Hauptthema der diesjährigen Herbstwanderung des OGV. Nicht nur die Kunst und die traumhaft schöne Landschaft faszinierten, auch die Begegnung mit Bildhauer Karl Nuss.

MUTLANGEN (pm). Bei strahlendem Sonnenschein fuhren die über 50 Teilnehmer mit dem Bus ins Remstal. Ausgangspunkt der Wanderung war das hoch gelegene Landgut Burg bei Strümpfelbach, welches der Bus auf der schmalen Zufahrt erreichte. Schon bei der Auffahrt boten sich immer wieder herrliche Ausblicke über das Remstal.
Unter sachkundiger Führung wanderte man zunächst noch ein kleines Stück bergauf um in den vollen Genuss der Aussicht zu kommen. Im weichen Licht der schon herbstlichen Sonne konnte der Blick von den Schurwaldbergen Kernen und Kappelberg über die im Tal liegenden Orte Waiblingen, Stetten-​Kernen und Strümpfelbach bis hinüber auf die andere Talseite zum Großheppacher Kopf und zum Korber Kopf schweifen. Aber auch die allernächste Umgebung bot Anziehungspunkte für die Wandergruppe. Die Trauben der Weinberge beiderseits des Weges leuchteten verlockend zwischen den grünen Blättern hervor. Zur großen Freude aller verschenkte ein Winzer großzügig ganze Trauben aus seinem Weinberg, so dass auch der Geschmackssinn auf seine Kosten kam.
Der weitere Weg durch die Weinberge ins Tal war gesäumt von zahlreichen Skulpturen dreier Künstlergenerationen. Eingebettet in die Landschaft konnten die Gartenfreunde hier Bronzearbeiten von Professor Fritz Nuss und dessen Sohn Karl Nuss, sowie Steinskulpturen von Christoph Traub, dem Enkel von Professor Fritz Nuss bewundern. Die Künstlerfamilie Nuss hat zu Schwäbisch Gmünd eine besondere Beziehung, denn Fritz Nuss studierte hier und war 20 Jahre an der Fachhochschule für Gestaltung tätig. So sind in Schwäbisch Gmünd sowohl im Museum als auch in der Stadt selbst seine Werke zu finden.
Die Führerin erläuterte die Skulpturen, denen teils antike Themen und teils zeitgenössische Vorstellungen zu Grunde lagen. Sie konnte aber auch viel Hintergrundwissen über die Entstehung, die Auftraggeber und die Geschichte der Skulptur zu erzählen. Teils waren auch recht lustige Episoden mit einer Skulptur verbunden. Die Idee, die Kunstwerke in freier Natur vor dem Hintergrund der Landschaft und der Weinberge zu präsentieren fand die Wandergruppe großartig.
Denkwürdige Begegnung im Nuss’schen Privatgarten
In Strümpfelbach angekommen führte der Weg direkt am Anwesen von Karl Nuss vorbei. Als Höhepunkt durften die Mutlanger den Privatgarten besichtigen. Nach einigen einführenden Worten von Karl Nuss persönlich gab es hier einen Wald von Skulpturen zu sehen. Die Skulpturen im Garten beeindruckten aber nicht nur durch ihre zahlenmäßige Präsenz, sondern auch durch ihre Vielzahl an Möglichkeiten künstlerischer Ausdrucksweise. Der Bogen spannt sich von überlebensgroßen Skulpturen bis zu spielzeuggroßen Figuren, von dreidimensionalen Körpern bis zu Reliefs und von konkreten Darstellungen bis zur Abstraktion. Insgesamt ein Garten, in dem man sich noch viel länger hätte aufhalten können. Der Abschluss dieser von Kunst, Landschaft und Wein geprägten Wanderung fand in dem wunderschönen Weinort Strümpfelbach natürlich bei einem schönen Glas Wein und Gesang, meisterhaft begleitet von Helmut Marx auf seiner Steierischen statt. Bei der Heimfahrt dankten alle Beteiligten Peter Pfitscher und Reinhold Schneider für ihre ausgezeichnete Idee und die perfekte Organisation dieses Wandertages.
 

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