60-seitige Sonderbeilage der Goldschmiede-Zeitung über Schwäbisch Gmünd
Nach Vortrag und Rundgang war Christel Trimborn überrascht. Was Gmünd als Gold– und Silberstadt so hermacht, war der Redakteurin der Goldschmiede-Zeitung (GZ) gar nicht klar gewesen. Gestern stellten die Verantwortlichen voller Stolz die aus diesem Besuch entstandene Sonderbeilage vor. Von Manfred Laduch
SCHWÄBISCH GMÜND. Anzeigenleiter Rolf Bendel entschuldigte sich fast dafür, dass die GZ erst im
107. Jahr ihres Bestehens intensiv auf die Gold– und Silberstadt Schwäbisch Gmünd eingeht. Es werde angesichts der offenkundigen Bedeutung der Stadt für die Branche sicher nicht noch einmal so lange dauern, ehe die in einer Auflage von
14 000 Exemplaren erscheinende Zeitschrift wieder über Gmünd berichte. Andere Schmuckstädte seien im Vergleich dazu oft überbewertet worden. Aber man lerne ja immer dazu.
Er sei glücklich, dass es gerade jetzt in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit zu dieser Veröffentlichung komme, erklärte Thilo Brückner, Geschäftsführer des Gmünder Edelmetallverbandes. Das Sonderheft biete auf jeden Fall ein besseres Bild, als ein kürzlich veröffentlichtes, in dem über Pforzheim der Pleitegeier kreise.
Jörg Hirner, Vorsitzender des Verbandes, erklärte die Hintergründe. Die Branche bestehe in Gmünd aus Individualisten und Spezialisten. Die Einzelfirmen seien zum Teil sehr bekannt – die Verbindung zur Stadt sei aber nur selten gezogen worden. Das Spezialistentum habe dabei durchaus Vorteile: In Zeiten der Krise sei man weniger anfällig, könne sich schneller wegducken. Über das Sonderheft sei er sehr froh: „Das lesen alle Branchen-Insider“.
Er freue sich sehr, dass „dieses Zeichen gesetzt wurde“, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold. Ein guter Teil des kreativen Geistes, der Schwäbisch Gmünd bestimme, habe seinen Ursprung in der Gold– und Silberbranche. Diese Tradition müsse man pflegen und zum Beispiel auch mit dem Thema Landesgartenschau zusammenbringen. Er stelle sich eine LGS vor, an der sich die Besucher aktiv beteiligen könnten.
Die Sonderausgabe der Goldschmiedezeitung zeigt das Potenzial der Gold– und Silberstadt in all ihren Facetten in einer schönen Form auf und wirbt so bei einem großen Fachpublikum in ganz Deutschland. Das Heft zeigt auch die Bildungseinrichtungen für die Branche, worüber sich Berufsschul-Rektor Gerhard Bareith sehr begeistert zeigte.
Erhältlich sind die GZ-Hefte sowohl beim Edelmetallverband in der Franziskanergasse als auch beim i-Punkt am unteren Marktplatz.
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