Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 08. Oktober 2009

Das trockene Wetter begünstigt die Arbeiten auf den Großbaustellen für den Salvatortunnel

Witterungsbedingt kommen die umfangreichen Betonarbeiten auf der gewaltigen Tunnelbaustelle derzeit rasch vorwärts.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Spätsommer und Herbst waren und sind außergewöhnlich trocken. Das kommt den Arbeiten auf den beiden Großbaustellen für den Salvatortunnel natürlich sehr entgegen. Denn sowohl am zukünftigen Tunnelportal Ost als auch im Westen laufen derzeit die Betonierungsarbeiten auf Hochtouren. Gewaltig sind die Veränderungen besonders in der Leonhardsvorstadt. Dort wird zwar noch nicht am Tunneltrog gebaut, sondern voraussichtlich noch bis Jahresende an der Fertigstellung des neuen Kanals für die Rems. Auf einer Strecke von 800 Metern wird der Fluss ganz nah an die Friedhofsmauer und die Kirche von St. Leonhard verlegt, um Raum zu schaffen für den Straßentunnelbau. Die ersten Betonpfahlwände für den bis zu 23 Meter tiefen Straßentrog sind an der Pfitzerkreuzung und nahe der dortigen Stadtmauer bereits sichtbar. Ein kleines Teilstück der Rems wurde dieser Tage in den neuen Kanal geleitet. Auf Höhe der Leonhardskapelle fließt die Rems zukünftig auch durch zwei jeweils knapp 100 Meter lange Betonkästen, auf denen die Fahrbahnen für den Straßenverteiler „B 29 Gmünd Innenstadt Ost“ angelegt werden. In diesem Bereich liegt dann auch das Tunnelportal. Der Straßentrog wird bis zur Pfitzerkreuzung gegraben, wo diese Bauweise dann mit der bergmännischen Konstruktion zusammentrifft. Der Durchbruch ist voraussichtlich Ende des nächsten Jahres. Die komplette Tunnelfertigstellung aber erst 2012. Auch auf der Baustelle West sind die raschen Fortschritte nicht zu übersehen. Zwischen dem bergmännischen Anschlag nahe der Bahnlinie und dem Portalbereich beim Autohaus Staiger wurde das 230 Meter lange Trogteilstück zwischen den Betonpfahlwänden jetzt fast komplett ausgebaggert. Johannes Zengerle von der Bauleitung beschreibt, das nun in Zehn-​Meter-​Schritten die Straßentrogteile betoniert werden. Die Arbeiten in der gewaltigen Baugrube können von der Besucherplattform an der Lorcher Straße beim Blick nach links sehr schön beobachtet werden. Nach rechts richtet sich der Blick auf die Portale für Haupt– und Rettungstunnel. Die Mineure sprengen und baggern derzeit etwa unterhalb der Taubentalstraße und werden wohl Ende des Jahres die Hälfte des Durchbruchs geschafft haben.
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen