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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 13. November 2009

Jungen Behinderten den Start in den neuen Wohngemeinschaften erleichtern

In Unterbettringen „Am Strümpfelbach“ baut die Stiftung Haus Lindenhof ein Haus für zwei Wohngemeinschaften für Kinder– und Jugendliche mit Behinderung. Sie sollen dort so selbstbestimmt wie möglich leben – in normaler Umgebung mit Nachbarn, Geschäften und hoffentlich bald auch Freunden.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Um den jungen neuen Bürgern den Start in ihrem neuen Zuhause mitten in Bettringen zu erleichtern, aber auch die Idee eines „normalen Miteinanders“ in den Stadtteil zu tragen, haben sich Vertreter unterschiedlichster Bereiche zu einem Unterstützerkreis zusammengeschlossen.
So konnte bei der Gründungsversammlung Organisationsleiterin Ursula Werner neben Oberbürgermeister Richard Arnold die geistlichen Vertreter Pfarrer Albrecht Weller und Helmut Geier, die Bettringer Ortsvorsteherin Brigitte Weiß sowie Stadt– und Ortschaftsrat Karl Tickert im Haus Raphael in Bettringen begrüßen. Die Mitarbeiter des Teilhabeprojekts der Stiftung Haus Lindenhof „miteinander-​mittendrin“, Sandra Sanwald und Frank Eißmann, begleiten den Unterstützerkreis und gaben an diesem Abend Impulse zum Thema Inklusion.
Dabei gehe es darum, als Mensch Teil der Gemeinde zu sein, unabhängig von möglicher Behinderung, Herkunft oder Alter, so Eißmann. Thema war auch der Perspektivenwechsel in der Betreuungsarbeit von Menschen mit Behinderung sowie die Veränderungen im Wohnbereich der Stiftung Haus Lindenhof. Im Rahmen des Projekts „Zukunft, Aufbruch, Chance“ (ZAC) wird bereits seit mehreren Jahren gemeindeintegriertes Wohnen verwirklicht.
Acht solcher Wohngemeinschaften sind in der Region bereits entstanden. Im Juli 2010 werden die vorerst letzten beiden dezentralen Wohngemeinschaften für behinderte Menschen „Am Strümpfelbach“ eröffnet. Die Kinder und Jugendlichen, die dort einziehen werden, freuen sich schon sehr darauf, weiß Ursula Werner zu berichten. Armin Fröhlingsdorf wohnt seit sechs Jahren in der Jugendwohngemeinschaft in der Egaustraße in Oberbettringen. Er konnte lebhaft und eindrücklich berichteten, wie es sich inmitten der Gemeinde wohnen lässt.
 

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