Kahlschlag entlang des Hirschbrunnenwegs /OB: Bürger sollten durch bessere Kommunikation mitgenommen werden
Erstaunen bis Verärgerung gibt es über die umfangreiche Baumfällaktion im Stadtwald entlang des Hirschbrunnenwegs und der Bahnlinie im Westen Gmünds. Das kam am Mittwoch im Gemeinderat zum Ausdruck.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Stadtrat Elmar Hägele (Bündnis
90/Die Grünen) hatte schon in der letzten Sitzung um Aufklärung zu Fragen von Bürgern gebeten, warum dieser umfangreiche Kahlschlag im Wald der Hospitalstiftung erfolgt sei. Nun berichtete Hägele, dass er von Tiefbauamtsleiter Jupp Jünger erklärt bekommen habe, dass die großen Bäume an diesem Berghang nicht mehr standfest gewesen seien. Gefahr für Weg und Bahnlinie sei befürchtet worden. Die Böschung solle nicht mehr aufgeforstet, sondern einem natürlichen Bewuchs überlassen bleiben, was ja im Grunde genommen positiv sei. Hägele bat den OB erneut um eine klare Auskunft. Umfassende und endgültige Infos versprach der OB für die nächste Sitzung, meinte aber vorab, dass auch er unglücklich über die Vorgehensweise der Forstverwaltung gewesen sei. Zumindest hätte die jetzt erstaunte Öffentlichkeit zuvor informiert werden müssen, warum die große Rodungsaktion in Angriff genommen werden musste. Dieser Vorgang widerspreche seiner Politik, wonach die Bürgerschaft zukünftig nicht mehr mit Tatsachen konfrontiert werden sollen, sondern durch gute Kommunikation „mitgenommen“ werden möge, wenn so etwas ausgeführt werde.
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