»
Sport |
Montag, 16. November 2009
Handball, Männer, Bezirksliga: TSB Gmünd II behält im Derby gegen Bettringen die Oberhand
Die SG Bettringen tritt in der Bezirksliga weiterhin auf der Stelle. Nach der bitteren Niederlage in der Vorwoche bei Schlusslicht Kuchen-Gingen musste die SG am Samstagabend den nächsten Rückschlag hinnehmen und hatte mit 21:22 das Nachsehen gegen den Lokalrivalen TSB Gmünd II.
Ratlosigkeit auf der einen Seite, überschwängliche Freude auf der anderen. Diese Zustände kennzeichneten die Gemütslagen nach Beendigung des Lokalderbys zwischen Bettringen und Gmünd II. Während die Gastgeber zu keiner Zeit an ihre Normalform herankamen, agierten die Gmünder Gäste weitaus zielstrebiger und hatten spätestens ab der
15. Minute das Heft fest in der Hand.
Nachdem die ersten Aktionen auf beiden Seiten zunächst etwas überhastet abgeschlossen wurden, dauerte es bis zur dritten Minute, ehe die Gäste den ersten Treffer markierten. Nach acht Minuten lag der TSB sogar mit
3:
0 in Front und es vergingen weitere zwei Minuten bis die Hausherren ihr erstes Tor markieren konnten. Die Gmünder profitierten in der Folgezeit von ihrer starken Abwehrleistung sowie den zahlreichen Paraden ihres Torhüters Christian Marin und demonstrierten gleichzeitig ihre Durchschlagskraft im Angriff. Beim Stande von
3:
8 nahm Bettringen die fällige Auszeit und kehrte mit einer veränderten Abwehr auf das Feld zurück. Nun taten sich die Gmünder Angreifer zwar deutlich schwerer, doch die Offensivleistung der
SG blieb weiterhin hinter den Erwartungen zurück.
Beim Stande von
9:
13 wurden die Seiten gewechselt und die Zuschauer erwarteten nun ein Aufbäumen der Bettringer Mannschaft, das jedoch zunächst ausblieb. Vielmehr wurden die Gastgeber ein weiteres Mal kalt erwischt und Gmünd führte mit fünf Toren Vorsprung. Negativer Höhepunkt schließlich in der
42. Minute, als sich Spielertrainer Kässer zu einer Unsportlichkeit hinreißen ließ, nachdem er hart angegangen wurde und daraufhin mit Rot vom Platz flog. Die nächste Schlüsselszene folgte exakt zehn Minuten später, als Bettringen beim Stande von
15:
18 vom Siebenmeterpunkt an Torhüter Beirle scheiterte und praktisch im Gegenzug das vorentscheidende
15:
19 kassierte. Zum Ende der Partie setzten die Bettringer nochmals alles auf eine Karte, gingen zur offenen Manndeckung über und brachten sogar einen siebten Feldspieler für den Angriff. Dadurch konnte der Rückstand zwar kontinuierlich verkürzt werden, der Endspurt wurde aber viel zu spät angezogen, so dass die Gmünder Gäste nicht sonderlich um den Sieg zittern mussten.
Stimmen zum Spiel:
SGB-Trainer Kässer: „Natürlich sind wir enttäuscht. Wir haben die ersten zehn Minuten hinten wie vorne komplett verschlafen und unsere Chancen nicht konsequent genutzt. Der Ball ist einfach zu langsam durch die Reihen gelaufen, man merkte, dass unsere Spielmacher fehlen, die das Spiel schnell machen können. Der TSB hat verdient gewonnen.“
TSB-Trainer Sohnle: „Es war ein typisches Derby mit allem, was solch ein Lokalschlager ausmacht. Im ersten Durchgang zeigten wir eine ganz starke Defensivleistung und hatten mit Christian Marin im Tor einen überragenden Rückhalt. Aber wir haben es in der ersten Hälfte versäumt, uns schon deutlicher abzusetzen und das gleiche passierte uns auch im zweiten Abschnitt. Aber wir waren heute im Rückraum sehr gut besetzt und konnten entsprechend variieren.“
SG Bettringen: Koucky, Krieg – Betz (
1), Scherr, Hetzel (
1), Wiedmann (
4/
1), Kneer (
3), Wilka (
1), Nuding (
1), Abele (
4/
2), Mai (
2), S. Schwenk (
2), Ph. Schwenk (
2), Kässer
TSB Gmünd: Marin, Beirle – F. Häfner, Schmeiser (
2), Frey (
1), Derer (
6), Kößer (
4), Koller (
2), Fröhlich, Waibel (
1), Schaupp (
3), Mucha (
3/
1)
Noch keine Kommentare vorhanden.