Bezirksvorstand der Katholischen-Arbeitnehmerbewegung beriet in Bargau
Der Bezirksvorstand der Katholischen-Arbeitnehmerbewegung kam im katholischen Gemeindehaus in Bargau zusammen, um das Programm der nächsten Monate zu beraten.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Schwerpunkt bildete dabei die Vorbereitung des Bezirkstages am
27.März mit den anstehenden Neuwahlen des Bezirksvorstandes. Weiter besprochen wurden die schon feststehenden Termine, so die Arbeitnehmerwallfahrt am
1. Mai auf den Hohenrechberg. Die
KAB freut sich über die Zusage des Leiters der Betriebsseelsorge der Diozöse Rottenburg-Stuttgart Wolfgang Hermann, der den Gottesdienst halten wird.
Vom
15. bis
27. Juni wird die Ausstellung „Gute Arbeit“ vom Bezirk organisiert. Sie informiert mit
14 Schautafeln über Gute Arbeit.
12 Tafeln greifen aktuelle Themen auf wie „Gute Arbeit und Mitbestimmung“, Europa, Frauen oder Einkommen. Dabei ist zu sehen, wie viele Facetten Gute Arbeit beinhaltet.
Des weiteren sind geplant: eine Bodenseekreuzfahrt – durchgeführt vom Diözesanverband am
29. August – und die Seniorenwallfahrt in das Zwiefaltener Münster „Unserer lieben Frau“ am
14. Oktober. Alle Ortsgruppen gestalten zudem ihre ortsspezifischen Programme.
Als Rolle rückwärts weit hinter die bismarckschen Sozialgesetze bezeichnete der
KAB–Bezirksvorsitzende Norbert Müller die angestrebten Reformen der schwarz-gelben Koalition. Mit dem Einfrieren des Arbeitgeberbeitrages auf maximal sieben Prozent wolle die Koalition aus CDU/CSU und
FDP das System der umlagefinanzierten gesetzlichen Krankenversicherung aushebeln. Die damit verbundene Entsolidarisierung im Gesundheitssystem führe direkt zur Zwei-Klassen-Medizin.
Es sei ein „Schlag ins Gesicht“ der Versicherten, wenn künftige Beitragssteigerungen allein von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern getragen werden müssten.
FDP und Union versprechen zwar Steuerentlastungen, doch mit den Reformen im Gesundheitssystem und bei der Pflege werde wieder das aus der einen Tasche genommen, was man angeblich in die andere reinstecken wolle.
Bezirksvorsitzender Müller nannte es einen Skandal, wenn aus ideologischen und parteipolitischen Gründen ein bewährtes Gesundheitssystem, das seit dem Bestehen der Bundesrepublik eine gesundheitliche Versorgung garantierte und für sozialen Ausglich sorgte, „vor die Wand gefahren wird“. Die Arbeitgeber stünden in der Mitverantwortung für die Gesundheit ihrer Mitarbeitinnen und Mitarbeiter, deshalb sei das System weiterhin paritätisch und somit solidarisch zu finanzieren, und nicht davon weiter abzurücken. Eine heftige Diskussion schloss sich an und rief Empörung hervor.
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