Klaus Maier will Hallenbad mit Lebensmittelmarkt kombinieren
Ein klares „Ja“ sagt Klaus Maier zur Frage, ob Heubach ein Hallenbad braucht. In seinem gestern verteilten Prospekt für die Bürgermeisterwahl am 29. November unterbreitet der Amtsinhaber und einzige Kandidat einen interessanten Vorschlag für einen Neubau. Von Gerold Bauer
HEUBACH. Man erinnert sich noch, als im Rahmen eines großen Architektenwettbewerbs Alternativen für die Heubacher Stadthalle ausgelotet wurden. Unter anderem wurde auch die brachliegende Wiese neben der großen Heubacher Sporthalle – zwischen Adlerstraße und Gmünder Straße – in Betracht gezogen. Und genau dorthin möchte der Schultes ein neues Hallenbad bauen. Millionen in die Sanierung des sanierungsbedürftigen und nicht mehr zeitgemäßen Bades unter der Stadthalle zu investieren, hält Maier für verfehlt.
Der Bürgermeister lässt keinen Zweifel daran, dass nach seiner Meinung Heubach als Schulstadt über ein witterungsunabhängiges Schwimmbad verfügen müsse. „Die Kinder sollen nach wie vor in Heubach schwimmen lernen. Von vielen Erwachsenen wird das Bad geschätzt. Zahlreiche Vereine können ohne Bad nicht existieren“, schreibt Maier in seinem Wahlprospekt. „Ein teures Hallenbad muss Heubach sich nicht leisten — wohl aber ein Kleinschwimmbecken“.
Um die Kosten zu reduzieren und gleichzeitig eine weitere Verbesserung der Infrastruktur zu erreichen, schwebt Maier die Kombination eines Hallenbad-Neubaus mit einem Lebensmittelmarkt vor — und zwar gerade am genannten Standort. „Die Bürger haben es sehr bedauert, als die Einkaufsmöglichkeit am Rande der Rodelwiesen geschlossen wurde.“ Nun könnte nur wenige Meter davon entfernt die entstandene Versorgungslücke wieder geschlossen werden.
Das Besondere daran: Diese Idee ist keine reiner Wunschtraum des Bürgermeisters, sondern hat gute Chancen, realisiert zu werden. Denn es gibt bereits einen Investor aus dem Bereich der Lebensmittelversorgung, der bei diesem Projekt mitmachen würde. Um wen es sich dabei handelt, wollte Klaus Maier gestern im Gespräch mit der Rems-Zeitung allerdings noch nicht preisgeben. Dass sein Vorschlag eher ungewöhnlich ist, leugnet der Heubacher Schultes keineswegs und versieht deshalb das Projekt mit dem Zusatz „Eine große Herausforderung!“.
Allerdings hält es Bürgermeister Maier für unabdingbar, die Hallenbadfrage zeitnah zu lösen, um den Weg zu einer neuen Heubacher Stadthalle freizumachen. Denn es liegt auf der Hand, dass eine Halle ganz anders geplant werden kann, wenn der Architekt nicht dem Zwang unterliegt, ein altes Hallenbad in den Baukörper integrieren zu müssen.
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