Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Ostalbkreis | Freitag, 20. November 2009

Fünftägige Studienreise nach Italien mit dem Arbeitskreis Alt Gmünd

Der Arbeitskreis Alt Gmünd brach kürzlich zu einer sehr gut geführten fünftägigen Studienreise mit vielen kulturellen Höhepunkten nach Venedig auf.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Nach einer kurzweiligen Nachtzugfahrt gab es am Stadtbahnhof Santa Lucia den ersten italienischen Cafe an der Theke. Dank der guten Ortskenntnisse nach jahrelanger Restauratorentätigkeit in Venedig von Christoph Schairer und der Mitorganisation der erfahrenen Weltreisenden Dr. Birgit Stahl lernte der Arbeitskreis die Lagunenstadt abseits der touristischen Hauptwege kennen.
Erster Höhepunkt war die Aussicht vom Campanile von San Giorgio Maggiore. Die gesamte Lagune konnte bei strahlend blauem Himmel wunderbar überblickt werden. Später wurden die herausragenden Bauwerke von Paladio und Sansovino aus der Nähe begutachtet. Weiter gab es ständig Gelegenheit, Kunstwerke und Kirchen in Hülle und Fülle zu bewundern. Besonders hervorzuheben ist hierbei die Scuola Grande di San Rocco, die die größte Tintoretto Sammlung beherbergt. Dazwischen wurde immer wieder ein Abstecher in eine Bar gemacht um einen Cafe aus einer historischen Espressomaschine zu genießen oder nach venezianischer Art einen Ombra zu nehmen. Auf dem Campo S. Margherita gesellten sich die Gmünder unter die Venezianer und verzehrten ebenfalls eine Pizza aus dem Cartone.
Der Besuch des „Ghetto“ mit den höchsten Gebäuden Venedigs und die Führung durch die fünf Synagogen war ein weiterer Höhepunkt. Der Name „Ghetto“ stammt ursprünglich aus Venedig. Neben dem Gassen– und Kanälegewirr der Hauptinsel wurden auch andere Inseln besichtigt. Mit dem Vaporetto, das schnell ein vergnügliches Transportmittel wurde, ging es nach San Lazzaro. Dort sammeln armenische Mönche in ihrem Kloster alte Schriften und historische Kunstwerke. Die nächste Bootsfahrt führte den Arbeitskreis zur ersten Siedlung in der Lagune auf die Insel Torcello. Dort steht die frühchristliche Basilica Santa Maria Assunta mit den weltberühmten Mosaiken des jüngsten Gerichts. Auf der Fahrt beeindruckte besonders die Landschaft zwischen Land und Wasser, sowie die Lebensweise der Lagunenbewohner, die mit Booten ihr hier angepflanztes Gemüse nach San Marco bringen. Natürlich kam das gesellige Beisammensein nie zu kurz. In venezianischen Trattorien und Osterien wurden die typischen Spezialitäten wie z.B. Spaghetti veneziana mit schwarzer Tinte vom Sepia genossen. Zuvor gehörte der Aperitivo Sprizz in einer Bar oder Enoteka zum Pflichtprogamm. Besonders praktisch erwies sich die Unterkunft im zentral gelegenen Hotel, weil man so die einzigartige Abendstimmung mit den mystisch beleuchteten Palazzi bei einem Spaziergang über die Piazza San Marco oder einer Vaporettofahrt durch den Canale Grande erleben konnte. Viel zu schnell waren die Tage vorbei und die letzte Vaporettofahrt zum Flugplatz stand an. Einhelliges Fazit: Es war ein rundum gelungener Ausflug und macht Lust auf die nächste Studienreise.
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen