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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 20. November 2009

So gilt es in der Umweltzone Gmünd: Mit rotem Aufkleber bis Ende 2011, mit gelbem Ende 2012

Was gilt jetzt eigentlich? Über die Umweltzonen-​Fristen ist mal wieder Widersprüchliches zu hören. Eines ist sicher: In Stuttgart müssen Kraftfahrzeuge mit rotem Aufkleber bälder draußen bleiben als in Schwäbisch Gmünd. Hier darf man damit noch bis 31. Dezember 2011 in die Zone einfahren.

SCHWÄBISCH GMÜND (rw). Man kann schon durcheinander kommen. Es geschieht vieles gleichzeitig: Stuttgart zieht die verschärfte Zonen-​Regelung vor, und aus unterschiedlichen Ministerien dringen unterschiedliche Stellungnahmen in die Öffentlichkeit. Die Landesregierung hat vor wenigen Tagen beschlossen, dass Fahrzeuge mit der roten Umweltplakette die Umweltzonen noch bis 31. Dezember 2011 befahren dürfen, also noch zwei volle Jahre. Die mit den gelben Aufklebern — bei denen es zuvor keinen Termin für das Fahrverbot gab — dürfen noch bis Jahresende 2012, also ein Jahr länger, in den Umweltzonen unterwegs sein. Grüne Plaketten sind unbefristet. Lediglich in der Landeshauptstadt gelten andere Regelungen: In Stuttgart sind Fahrzeuge mit roter Plakette ab 1. Juli 2010 und Fahrzeuge mit gelber Plakette ab 1. Januar 2012 vom Fahrverbot betroffen. Das Vorziehen, schätzt Joachim Bläse, könne die bislang gute Akzeptanz der Umweltplakette beeinträchtigen. Immerhin sei es mit ihr gelungen, Umweltsensibilität zu stärken. Doch es kristallisiere sich heraus, dass die Großstädte ihre Fristen vorzögen — dort sei der Klagedruck größer als im ländlichen Raum.
Wie es mit den Ausnahmegenehmigungen weitergeht, wollen die Umweltzonen-​Städte mit dem Umweltministerium klären. Je länger die Umweltzonen bestehen, sagt Bläse, desto schwieriger werden Ausnahmen. „Wir werden mit Augenmaß reagieren“, verspricht er für die Stadt Schwäbisch Gmünd. Die Stadt verweist auch auf die am Jahresende 2009 auslaufende Zuschuss-​Regelung in Höhe von 330 Euro für Diesel-​Fahrzeuge, die mit einem Partikelfilter nachgerüstet werden können. Es lohne sich also, zügig bei den Fachwerkstätten nachzufragen.
 

Kommentare

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  1. Wenig Fahrer und Familien büßen in Umweltzonen
    Schade das Stuttgart die Fristen in der Umweltzone vorzieht. Betroffen sind vielen Familien und wirtschaftlich schwächer Menschen. Die VW-Bus Klasse ist fast nur als Diesel zu haben nur 3% Benziner Busle verkauft VW. Die Statistik der Autoversicherer sagt, das Familien und Leute mit älteren Autos weniger fahren. Das zeigt auch die Erfahrung, in Stuttgart sehe ich an den Hauptstraßen fast nur grüne Plaketten und trotzdem ist die Luft verseucht. Das heißt vielen Familien nimmt man ihr Auto weg und der Luft hilft es nicht.
    Das ist eine unsoziale Sündenbock Geschichte.
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