Teilnehmer der Grün-Patenschaften wurden gestern in der Uhrenstube vom Ersten Bürgermeister ausgezeichnet
Obwohl die Stadt Gmünd pro Jahr knapp eine Million Euro für Spiel– und Bolzplätze sowie die Außenanlagen von Kindergärten ausgibt, kann sie doch nicht alles allein machen. Deshalb gibt es seit 2004 Grün-Patenschaften. Neun dabei engagierte Gruppen wurden gestern ausgezeichnet. Von Manfred Laduch
SCHWÄBISCH GMÜND. „Sie sind Vorbilder, die bereit sind, für die Allgemeinheit Verantwortung zu übernehmen“, lobte Erster Bürgermeister Joachim Bläse die Grün-Paten. Die Vorbildfunktion erkenne man schon daran, dass sich für das nächste Jahr über die bisher bestehenden neun Patenschaften hinaus bereits drei weitere Bewerbergruppen gemeldet haben. „Für uns als Stadt ist das alles nicht allein zu machen“, betonte Bläse.
Einige der ausgezeichneten Gruppen sind seit dem Start des Projekts
2004 mit dabei, andere wurden gestern zum ersten Mal ausgezeichnet. Schulklassen übergeben normalerweise ihre Grün-Patenschaften an die Nachfolger des nächsten Jahrgangs, um Kontinuität zu gewährleisten.
Zu den Aufgaben der Gruppen gehören regelmäßige Kontrollbesuche, das Sammeln von Abfall, das Melden größerer Verunreinigungen an die Stadt und der jährliche Frühjahrsputz.
Ausgezeichnet wurden gestern: Hans-Baldung-Gymnasium (Spielplatz Köhleranlage), Rauchbeinschule (Schulhof und Spielplatz Schindelackerweg), Klosterbergschule (Spielplatz bei der Sozialstation in der Buchstraße), Schiller-Realschule (Spielplatz Mörikestraße), Friedensschule (Schulhof und Außenanlage), Pestalozzischule (Schulhof und Außenanlage), Wippidu
e.V. (Spielplatz Schillersteg), Jugendraum Rehnenhof (Spielplatz Prager Weg) sowie ehrenamtlich tätige Bürger aus der Südstadt (Spiel– und Bolzplatz Kimpolunger Straße).
Ohne die Verdienste der anderen Gruppen schmälern zu wollen, hob Bläse drei Patenschaften besonders heraus. So habe es früher bei der Multi-Spielanlage beim Prager Weg im Laichle häufig erheblichen Ärger mit Jugendlichen gegeben, der in der Öffentlichkeit weite Kreise zog. Seit sich die Belegschaft des Jugendraums auf dem Rehnenhof um diesen Platz kümmere, hätten die Beschwerden massiv nachgelassen.
Dass die Klosterberschule sich beteilige, liege ihm sehr am Herzen, weil es zeige, dass sich Schülerinnen und Schüler trotz Handicaps sehr gut für die Allgemeinheit engagieren könnten. Und das Projekt in der Südstadt gefalle ihm deshalb so gut, weil hier ein beispielhaftes Zusammenwirken von jüngeren und älteren Menschen zu verzeichnen sei.
Alle Gruppen wurden mit einer Urkunde und
50 Euro für die (Klassen-)kasse ausgezeichnet. Interessierte Schulklassen oder andere Gruppen, die ebenfalls eine Grünpatenschaft übernehmen wollen, können sich beim städtischen Tiefbauamt (
0 71 71/
603 –
67 10) melden.
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