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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 24. November 2009

Kirchengemeinde St. Cyriakus Bettringen in Israel

Vor einem Jahr beschloss Pfarrer Michael Benner, eine Israelreise den Kirchengemeindemitgliedern für den Herbst 2009 anzubieten. Sie war sofort ausgebucht, und alle kehrten jetzt begeistert zurück.

GMÜND-​BETTRINGEN (pm). Das Organisations-​Team (Pfarrer Benner, als geistlicher Begleiter, Roswitha Ehehalt, Pia Schurr und Klaus Kienzler) hatte zusammen mit dem israelischen Reiseleiter Amos Garbatzki, ein wunderschönes Programm zusammengestellt, das die spirituellen, kulturellen und politischen Facetten Israels wiederspiegelte.
In Israel war die erste Station Tel Aviv mit seinen Häusern im „Bauhaus-​Stil“, bzw. Jaffa, der Ort, an dem die jüngere Geschichte Israels im 19./20. Jh. begann. Der Einfluss der Römer wurde in der alten Hafenstadt Caesarea mit den beeindruckenden Ruinen von Rennbahn und Theater und in den Überresten der riesigen, antiken Stadt Skythopolis, dem Handelszentrum zur Zeit Jesu, deutlich.
Den Spuren Jesu folgte man in fast chronologischer Reihenfolge. Die spirituelle Reise begann in Nazareth in der Verkündigungskirche, wo Maria die ihren Lebensweg bestimmende Botschaft erhielt. Es folgten der Geburtsort Jesu – Bethlehem und Orte, an denen Jesus wirkte, u.a. der Berg der Seligpreisungen, Tabgha, der Ort der Brotvermehrung, Kafarnaum mit dem Haus des Petrus.
In Jerusalem wurden die letzten Tage Jesu „erwandert“, beginnend in der Kirche „Dominus flevit“ – „Der Herr weint“ am Ölberg, endend in der Grabeskirche. Wie aus einer anderen Welt: der Anblick der Altstadt von Jerusalem mit Tempelbereich und Felsendom von der Ölberg-​Seite aus.
Überraschend für alle das dichte Nebeneinander der Religionen: die Synagogen, die Klagemauer, die Moscheen, die Kirchen der verschiedensten christlichen Konfessionen, das Glockengeläut, die Rufe des Muezzins.
Beeindruckende Gottesdienste
an biblischen Orten
Wohltuend, die beeindruckenden Gottesdienste von Pfarrer Benner auf dem Berg der Seligpreisungen, auf dem Berg Tabor, in Dominus flevit und in der Klosterkirche der Boromäerinnen in der heimeligen Unterkunft in Jerusalem; die Meditationen, in denen er die Tageseindrücke zusammenfasste. Entspannend, die „Bade-​Auszeiten“ am Mittelmeer, in den Thermalquellen von Beth Schean und im Toten Meer; das nächtliche Zusammensitzen und Singen am See , die Spaziergänge in Jerusalem. Ein Gaumenschmaus, das Essen im Kibbuz, der Petrusfisch am See Genezareth, das Mittagessen bei einer drusischen Familie und bei Faten Mukarker, einer christlichen Palästinenserin in Bethelehem, Sehr informativ und gleichzeitig bedrückend, die Fahrt durch die Golan-​Höhen, der Blick auf die Mauer in Bethlehem, die Begegnungen mit den Vertretern der verschiedensten politischen Richtungen: einem ehemaligen israelischen Militär, einer Palästinenserin und dem Reiseleiter Amos, der für die Reisenden vielleicht das vermittelnde Element darstellte. Bewegend, der Besuch und die Informationen im Bethlehem Baby Hospital, dem einzigen Kinderkrankenhaus auf palästinensischer Seite.
Für alle Bettringer Israelreisenden wird diese eine Woche wohl eine ganz besondere Woche bleiben: eine Woche der Auszeit, eine Woche für die Seele, eine Woche der guten Gespräche und Begegnungen, eine Woche, die keiner so schnell vergisst.
 

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