Ostalbkreis und Partner starten Offensive zum besseren Umgang mit Medien, Schlüsselqualifikation immer wichtiger
Medienpädagogische Kompetenz ist eine wichtige Schlüsselqualifikation in der heutigen Zeit. Unter Federführung der Koordinationsstelle Prävention beim Landratsamt hat sich deshalb ein Netzwerk „Medienkompetenz“ zusammengeschlossen, um präventiv Medienschutz im Ostalbkreis umzusetzen.
OSTALBKREIS
(pm). Dazu finden im Aalener Landratsamt beginnend ab Mittwoch,
25. November bis März nächsten Jahres regelmäßig Multiplikatorenseminare statt. Partner im Netzwerk sind die Polizei, die Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg, das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg — Projekt „Medien-aber sicher“, die Spiel– und Theaterwerkstatt Ostalb
e. V. und das Theater der Stadt Aalen. Die Veranstaltungsreihe wird am Mittwoch,
25. November
2009 von Landrat Klaus Pavel und dem Leiter der Polizeidirektion Aalen Volker Schindler um
14 Uhr im Aalener Landratsamt eröffnet.
Anschließend gibt Ingrid Bounin vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg eine kurze Einführung zur Medienkompetenz. Simone Mühlbeyer-Kniehl von FAMILIEN und MEDIEN referiert zum Thema „Abenteuerwelt Medien — Streifzug durch den Alltag jugendlicher User im Web
2.
0 & Co.“. Die Veranstaltung endet gegen
17.
30 Uhr.
Das Leben in einer virtuell geprägten Informationsgesellschaft hat unser Zusammenleben verändert. Computer, Internet, Handy und Spielekonsolen sind allgegenwärtig in der Welt von Heranwachsenden. Vor allem die Bereiche Bildung und Erziehung stehen vor neuen Aufgaben, wenn es um die Vermittlung von Medienkompetenz geht. Was darunter verstanden wird und welche Kompetenzen gemeint sind, kann je nach Blickwinkel stark variieren. Ein Verständnis für die mediale Lebenswirklichkeit von Jugendlichen erfordert die Auseinandersetzung mit Fragen nach dem „Wie?“ und „Warum?“ der Mediennutzung. Worin liegt der Reiz einer permanenten Kommunikation via
SMS oder Chat? Wozu dient die Selbstdarstellung im Internet? Welche jugendgefährdenden Inhalte begegnen Jugendlichen im Netz? Wann ist das Abtauchen in die Welt der Computer, Browser und Glücksspiel purer Spaß, wann droht es zur Sucht zu werden? In einem Streifzug durch den Medienalltag jugendlicher User werden Antworten auf diese Fragen gegeben.
Spannende Identitäten werden im Internet-Chatroom erfunden
Fortgesetzt wird die Reihe am Donnerstag,
3. Dezember mit dem Theater der Stadt Aalen. Im Alten Rathaus wird um
20 Uhr „Dark Play“ von Carlos Murillo, eine deutschsprachige Erstaufführung gezeigt. Nick ist jung, schwul und unauffällig im realen Leben. In Internet-Chatrooms erfindet er spannendere Identitäten für sich und tänzelt als hübsche, unbedarfte Rachel durch das World Wide Web. Am Mittwoch,
9. Dezember
2009 wird um
14.
30 Uhr Dieter Bauer, Realschullehrer, mit dem Thema „Der multimediale Alleskönner Handy ist mehr als nur ein Telefon“ die Reihe fortsetzen. Das hat viele Vorteile, birgt aber auch Gefahren wie z. B. die Kostenfalle oder die „Happy-Slapping“-Filme, die per Bluetooth unter den Jugendlichen kursieren. Simone Mühlbeyer-Kniehl von FAMILIEN und MEDIEN wird am Mittwoch,
20. Januar
2010 um
14.
30 Uhr das Thema „Berühmt“ im Netz?!“ – Chancen und Risiken einer Welt aus Communities und Chats vorstellen. Vor allem junge Internetanwender haben die so genannten Social Communities für sich entdeckt (z. B. schülerVZ, Facebook, Kwick, wer-kennt-wen, etc.). Diese sozialen Gemeinschaften im Netz eröffnen neue Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu treten. Sie funktionieren wie Gruppen und Gemeinschaften in der nicht-virtuellen Welt: Menschen mit ähnlichen Interessen schließen sich zusammen, knüpfen Kontakte und tauschen sich aus.
Communities bieten ein Forum zur Erprobung und Konstruktion der eigenen Identität und kommen dem Bedürfnis der „Selbstpräsentation“ nach. Vielen Jugendlichen ist nicht bewusst, dass ihre Daten und Fotos im Internet öffentlich sind. Virtuelles Mobbing, sowie ungeahnte Konsequenzen für die spätere Berufswahl, durch das Einstellen von Partyfotos oder Hassparolen, könnten ebenso wie gefährliche Kontakte und sexuelle Belästigung die Folge sein. Mehr noch als beim einfachen Surfen sollte bei der Nutzung von Social Communities auf Sicherheitsvorkehrungen und Einhaltung bestimmter Regeln geachtet werden. Umfassende Infos und Tipps zum Schutz erhalten Fachkräfte in dieser Veranstaltung. Am Mittwoch,
3. Februar
2010 werden um
14.
30 Uhr Regine Laun und Steffen Gresens das Thema „Online oder offline zocken“ vorstellen. Fortgesetzt wird die Reihe am Mittwoch,
3. März um
14.
30 Uhr mit Holger Schmid, Jugendsachbearbeiter der Kriminalpolizei Aalen mit dem Thema „Risiken-Strafbarkeiten-Vorbeugungstipps. Informationen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln“. Im Vordergrund steht eine Sensibilisierung für Probleme in den Bereichen Datenmissbrauch, Pornografie, Urheberrecht, Altersbeschränkungen, sowie Gewalt und Sucht. Die Fachleute erhalten Einblicke in die Welt der digitalen Medien und Infos über Vorbeugungsangebote, Broschüren und nützliche Internetseiten.
Den Abschluss der Fortbildungsreihe bildet Elke Sauerteig von der Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg am Mittwoch,
24. März um
14.
30 Uhr mit dem Thema „Elternarbeit und Medienkompetenz“. Die Veranstaltungen finden alle im Aalener Landratsamt statt.
Anmelden und informieren können sich alle Interessierten bei der Koordinationsstelle Prävention des Ostalbkreises, Andreas Schumschal, Telefon
0 73 61/
5 03 –
15 73 oder per E-Mail:
andreas.schumschal@ostalbkreis.de und bei Vera Renz, Telefon
0 73 61/
5 03 –
14 71, E-Mail: vera.renz@ostalbkreis.de.
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