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» Ostalbkreis | Donnerstag, 26. November 2009

Heubachs Bürgermeister Klaus Maier macht Wahlkampf

„Zuversicht“ heißt die sieben Meter hohe Metall-​Skulptur, die am 11. Dezember um 14 Uhr auf dem Heubacher Postplatz feierlich enthüllt werden wird. Zuversicht prägt auch das Programm für Klaus Maiers nächste Amtszeit als Heubacher Schultes. Am Sonntag steht er zur Wahl; einen Herausforderer gibt es nicht. Von Gerold Bauer

HEUBACH. Bisher wurde der Heubacher Kreisverkehr in der warmen Jahreszeit von Palmen geprägt, doch nun dominiert ein Betonring die Mitte des Postplatzes. Es handelt sich um den Sockel, der später zum Teil seitlich angefüllt und von einen passenden Bepflanzung gesäumt wird und als solider Unterbau für die vom Gmünder Künstler Andreas Futter entworfenen „Zuversicht“ dient. „Eine Statue muss etwas erhöht stehen, sonst wirkt sie nicht“, rechtfertigt Maier dieses recht massive Fundament, das aber auch dazu dient, die Beleuchtungstechnik zu beherbergen, das natürliche Gefälle auszugleichen und als „Prallschutz“ fürs Kunstwerk zu fungieren, falls vielleicht einmal ein Fahrer die Kontrolle verliert.
Die Wahrscheinlichkeit ist aber gering, beruhigt das Heubacher Stadtoberhaupt, denn vom einstigen Unfallschwerpunkt (mehrmals die Woche gab es Zusammenstöße auf der Kreuzung) hat sich der Postplatz seit Einbau des Kreisverkehrs „beruhigt“. Es passiert so gut wie kein Unfall mehr dort, „und diese positive Erfahrung hat den Gemeinderat dazu bewogen, auch beim Anschluss der künftigen Nordumgehung an die Mögglinger Straße einen Kreisel bei der Planung „nachzuschieben“. Pragmatismus prägt auch das Wahlprogramm von Klaus Maier für seine künftige Amtszeit. In seinem Prospekt streift er nur kurz die vielen Projekte, die in seinen bisherigen drei Amtszeiten zum Abschluss gebracht wurden; sein Blick ist nach vorn gerichtet. Dass er weiterhin die Geschicke im Heubacher Rathaus lenken wird, steht außer Zweifel, denn er ist der einzige Kandidat. Einen Wahlkampf macht Maier trotzdem, weil er seine Bürger überzeugen möchte, dass er es nicht bis zur Pensionierung „auslaufen“ lassen, sondern weiterhin voller Dynamik anstehenden Aufgaben anpacken will. An Ideen fehlt es ihm dabei nicht, doch — wie gesagt — sind diese nicht am reinen Wunschdenken orientiert, sondern auf der Basis praktischer Erfahrungen und finanzieller Machbarkeit entwickelt worden.
So haben die Erfahrungen bei der Planung des Mensa-​Einbaus ins Gymnasium laut Maier gezeigt, dass ein Eingriff in eine Beton-​Architektur immer mit großem Aufwand und demzufolge auch mit hohen Kosten verbunden ist. „Wenn man beim Umbau der Stadthalle aus einer Sport– beziehungsweise Mehrzweckhalle eine reine Kulturhalle machen möchte, wären die erforderlichen Eingriffe in die Bausubstanz sehr umfangreich“, macht der Schultes keinen Hehl daraus, dass sein Herz für den Abriss mit anschließendem Neubau schlägt. Ob der Spatenstich dazu oder gar die Einweihung noch in der „Ära Maier“ stattfinden werden, sieht sogar der sonst so viel Optimismus verbreitende Bürgermeister mit Skepsis.
Denn zu viele andere große Ausgaben sind schon fest für die nächsten acht Jahre ins Auge gefasst. Dann ist Maiers vierte Amtszeit als Heubacher Stadtoberhaupt vorbei, und für eine Fünfte will er sich nicht mehr bewerben, auch wenn das vom Alter her dann noch zulässig wäre. Wenn alles nach Plan läuft, wird es schon bald gelingen, durch die Kombination von Hallenbad-​Neubau und Lebensmittelmarkt kostengünstig ein Problem zu lösen. Die große Sporthalle ist schon im Bau und die Erweiterung und Sanierung der Lauterner Mehrzweckhalle wird bereits fleißig geplant. Sehr weit gediehen ist außerdem die Planung der Nordumgehung, die die Heubacher Ortsmitte von einem nennenswerten Anteil an Durchgangsverkehr befreien wird. Im Gewerbegebiet, das gemeinsam mit Böbingen verwaltet wird, läuft es ebenfalls gut. Neue, prosperierende Unternehmen wurden angesiedelt. Die Wirtschaftskrise hat zwar nun als Bremsklotz gewirkt, doch Klaus Maier ist zuversichtlich, dass dies nicht langfristig so sein wird. Und auch der Krise gewinnt der Heubacher Schultes etwas Positives ab: Darlehen sind derzeit genauso günstig wie die ausgeschriebenen Gewerke.
 

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