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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 27. November 2009

Am Sonntag gibts beim Missionsbasar in St. Anna Verkauf und eine große Tombola

Seit über 30 Jahren findet der Missionsbasar im Seniorenzentrum St. Anna statt und seit sechs Jahren wird damit das Kinderdorf Ilunda Mtwango unterstützt. Auch in diesem Jahr freuen sich die barmherzigen Schwestern über zahlreiche Geld– und Sachspenden.

SCHWÄBISCH GMÜND. Aus den bescheidenen Anfängen der ersten vier Missionarinnen im Jahre 1960, ist inzwischen eine Gemeinschaft mit 208 tansanischen Schwestern geworden die in 19 Kinderdörfern im Süden von Tansania wirken. Eines davon ist das 2002 eröffnete Kinderdorf in Ilunda Mtwango. Hingebungsvoll und mit großer Liebe stellten sich dort vier Schwestern der großen Herausforderung und machten die Kinderhäuser, die in zwei Reihen angeordnet sind, wohnlich. Zur Versorgung der Kinder haben die Schwestern aus eigener Kraft auf den umliegenden Feldern, Mais, Bohnen und Gemüse angebaut, die zu Beginn der Regenzeit im Dezember für die Aussaat hergerichtet werden müssen, damit die Kinder zweimal täglich „Ugali“ bekommen – ein dicker Brei aus Maismehl der zusammen mit Bohnen oder Gemüse schmackhaft wird. Wasser ist der Grundbedarf jeden Lebens, daher wurde immer ein Brunnen für zwei Häuser gebaut, aus denen Wasser mit Eimern hochgezogen wird; es ist viel Arbeit und Kraft notwendig, um den Kindern einen geregelten Tagesablauf zu ermöglichen.
In der Kindertagesstätte werden die kleinen Kinder ganztags betreut; viele von ihnen brauchen neben der liebevollen Zuwendung auch medizinische Betreuung, wie der kleine Kenneth Mhuhi der bei der Ankunft im Kinderdorf am ganzen Körper Ausschlag hatte, dessen Behandlung über ein Jahr dauerte. Seine Eltern starben an Aids doch glücklicherweise war der HIV-​Test bei Kenneth negativ. Nicht alle Kinder haben dieses Glück, viele von ihnen werden bereits mit dem Virus geboren wie die Zwillinge Samuel und Jakob. Sie sind unterernährt, leiden an Tuberkulose und müssen medikamentös behandelt werden. Fast täglich kommen in Tansania 200 Kinder mit dem tödlichen HIV-​Virus zur Welt.
Die größeren Kinder aus dem Kinderdorf laufen täglich mehrere Kilometer zur nächst gelegenen Schule im Nachbardorf – aber kein Weg ist zu weit, um dem Elend entrinnen, einen guten Beruf erlernen, um eigenes Geld zu verdienen zu können. Unter ihnen ist Baraka Luwondo, ein Kind ohne Lachen. Baraka war bei seiner Ankunft in Mtwango 13 Jahre alt und kannte keine Schule; nach dem Tod seiner Eltern hatte ihn zwar seine Oma aufgenommen, sich aber in keiner Weise um ihn gekümmert. Baraka konnte sich nicht einmal selbstständig waschen oder anziehen. Erst im Kinderdorf fand er die notwendige Hilfe und Zuwendung. Er besucht auch regelmäßig die Schule, es ist zwar für ihn nicht einfach in eine Klasse mit wesentlich jüngeren Kindern zu gehen aber er freut sich darüber etwas lernen zu dürfen. Für die Schwestern ist es schön zu beobachten wie Baraka Tag für Tag mehr Freude am Leben gewinnt.
Für die Schule werden Schuluniformen, Schulgeld und Bücher benötigt. Die barmherzigen Schwestern von Untermarchtal freuen sich jährlich über das Engagement der Helfer die den Basar ermöglichen. Durch die gesammelten Spenden die durch den Verkauf von Tombola-​Losen und Missionsartikeln zustande kommen, können grundlegende Dinge wie Medikamente, Schulbildung und Nahrung erst ermöglicht werden. In Tansania ist ein gesundes, genährtes und geschultes Kind ein Segen – Tausende von Kindern leben auf der Straße und sind der Hungersnot, Armut, Gewalt, Missbrauch und Krankheit ausgesetzt.
Mehr als 100 Kinder fanden bereits in den Einrichtungen der barmherzigen Schwestern eine neue Heimat. Etwa die heute neun Jahre alte Maria Nyamike, die 2003 ins Kinderdorf kam. Der Vater hatte die Familie verlassen und Maria lebte bis zum zweiten Lebensjahr in großer Armut bei der Mutter — die allmählich den Verstand verlor und schließlich versuchte, die Kleine umzubringen. Die Nachbarn konnten einschreiten und das schlimmste verhindern.
Viele Geschichten, viele Schicksale begleiten täglich die Schwestern und doch finden sie täglich die Kraft die harte Arbeit zu verrichten, es sind die lachenden Gesichter der Kinder, die ihnen Kraft und
 

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