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» Ostalbkreis | Montag, 30. November 2009

98,13 Prozent bestätigten den Heubacher Bürgermeister im Amt /​Wahlbeteiligung: 27,7 Prozent

Vom Grundsatz her stand das Ergebnis der Heubacher Bürgermeisterwahl ja schon vor Öffnung der Wahllokale fest, und dies wirkte sich auf die Wahlbeteiligung aus: 27,73 Prozent der Wahlberechtigen gingen gestern zur Urne. Davon machten 98,13 Prozent ihr Kreuzchen hinter dem Namen des Amtsinhabers Klaus Maier. Von Gerold Bauer

HEUBACH. Gespannt umringten Stadträte und Bürger die Wahlhelfer im Heubacher Rathaus, wo nicht nur die Briefwahl ausgezählt wurde, sondern auch die Abstimmungsergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken eingingen. Doch schon eine starke Viertelstunde nach Schließung der Wahllokale, begann die Vorsitzende des Gemeinde Wahllausschusses und Vize-​Bürgermeisterin Ellen Renz, persönlich die Sektgläser zu füllen. Dann gab sie das vorläufige Wahlergebnis (das endgültige muss durch eine Sitzung des Ausschusses offiziell bestätigt werden) bekannt: Von den 7244 Wahlberechtigten in der Gesamtstadt Heubach hatten 2070 ihren Stimmzettel abgegeben. Davon waren 1924 gültig und 146 ungültig.
Von den gültigen Stimmen entfielen 1888 auf Klaus Maier. 36 Bürger (1,87 Prozent) hatten andere Namen auf den Wahlzettel geschrieben. Bei den ungültigen Stimmen handelt es sich zumeist um so genannte Protestwähler, die in Ermangelung eines alternativen Kandidaten ihre Kritik am Amtsinhaber dadurch zum Ausdruck brachten, in dem sie Maiers Name durchgestrichen oder nicht eindeutig zuzuordnende andere Namen auf den Zettel geschrieben haben.
Klaus Maier dankte „allen Heubachern, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben“, sowie den vielen Wahlhelfern, die in diesem Superwahljahr recht häufig eingespannt waren. Sein Dank gelte allen, die ihm in seinen bisherigen Amtsjahren zur Seite gestanden hatten, nicht zuletzt auch dem Gemeinderat und den Mitarbeiten der Stadt. Obwohl die Heubacher Wahlbeteiligung durchaus im Rahmen liege (bei Wiederwahlen ohne Gegenkandidaten seien es in vergleichbaren Städten manchmal sogar deutlich weniger), doch es gebe in einer Demokratie schon zu denken, wenn weniger als ein Drittel der Bürger ihr Recht auf Mitbestimmung nutzen. „Ich werde aber alles tun, dass die Politik in Heubach auch weiterhin spannende bleibt“, versprach der alte und neue Schultes.
Lauterns Ortsvorsteher Bernhard Deininger gratulierte im Namen des Gemeinde– und Ortschaftsrats zum hervorragenden Ergebnis. Dass die Wähler so eindeutig dem Amtsinhaber ihr Vertrauen ausgesprochen haben, liege nicht zuletzt in dem begründet, was Klaus Maier seit 24 Jahren in und für Heubach geleistet habe. Und die jüngsten kommunalpolitischen Weichenstellungen und Vorschläge von Maier hätten gezeigt, dass der Tatendrang sowie der Weitblick des Bürgermeisters auch in dessen vierter Amtszeit nicht nachlassen werde. Dass so viele bei der Wahl zu Hause geblieben seien, könne man auch als Zeichen der Zufriedenheit werten, betonte Deininger. Für die Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein sprach Mögglingens Bürgermeister Ottmar Schweizer. „Keiner hat sich getraut, gegen einen so fest verankerten Schultes zu kandidieren“, machte Schweizer deutlich und würdigte es, dass Klaus Maier auch ohne Gegenkandidaten einen sehr aufwändigen Wahlkampf geführt habe.
 

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