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» Sport | Montag, 30. November 2009

Fußball, Oberliga: Normannen erkämpfen sich in Kirchheim einen Zähler

Ein interessantes Spiel zeigten der VfL Kirchheim und der FC Normannia Gmünd, obwohl am Ende mit den Toren das Salz in der Suppe fehlte.

Giuseppe Catizone wollte unbedingt in Kirchheim spielen, obwohl er sich im Spiel gegen Villingen eine Muskelverletzung zugezogen hatte. Zwar konnte er die Woche über nicht trainieren, aber er tat alles, um fit zu werden. Aufatmen beim FCN als Physiotherapeut Elmar Burkhardt grünes Licht für seinen Einsatz gab. In Kirchheim hatten sie einen Riesenrespekt vor dem Gmünder Mittelfeldmotor, sobald er an den Ball kam, wurde er sofort von drei Kirchheimer umzingelt, die seine Spielimpulse gehörig einschränkten. Um aus dieser Pattsituation herauszukommen, nahm Normannia-​Trainer Lothar Mattner Catizone zur Halbzeit aus dem Spiel. Durch Patrick Krätschmer wollte er frische Akzente setzen und das Spiel beschleunigen. Dies gelang allerdings erst, als Krätschmer und Daniel Glück die Positionen wechselten und Krätschmer aus der Abwehrkette auf der Außenbahn seine Vorteile ins Gmünder Spiel einbringen konnte. Doch auch auf der Gegenseite gelang es dem sehr gut organisierten Gmünder Mittelfeld im Verbund mit der Abwehrkette die Anspielstationen der Gastgeber aus dem Spiel zu nehmen. So gesehen neutralisierten sich beide Teams in diesem Spitzenspiel, das dennoch recht unterhaltsam anzuschauen war, da beide Mannschaften ihre Spielweise umstellten und auf dem schwer bespielbaren Untergrund mit langen Bällen versuchten die gegnerische Abwehr unter Druck zu setzen.
Zudem wuchs die Spannung mit jeder Spielminute auf den gut besetzten Rängen, auf denen rund 100 mitgereiste Gmünder Fans für lautstarke Unterstützung ihres Teams sorgten. Denn jedem war klar, die Mannschaft, die hier den ersten Treffer setzen kann, würde das Spiel gewinnen. Während in der ersten Hälfte eine Chancengleichheit gegeben war, war es der beste Schütze des VfL Antonio Tunjic, der zwischen der 55. und 65. Minute zweimal die Normannen in arge Verlegenheit brachte und durchaus die Kirchheimer Führung erzielen hätte können. Im Gmünder Sturm hatte Beniamino Molinari einen ganz schweren Stand, da auch sein Zuspieler Manuel Grampes, zu selten ihm die Bälle auflegen konnte. So gesehen war die logische Konsequenz ein 0:0. Allerdings der besseren Sorte, denn Chancen und Aufreger gab es genug. Bereits nach drei Minuten ein erstes Ausrufezeichen der Gastgeber. Routinier Oliver Otto zog aus 20 Metern ab, doch der Ball kratzte nur die Latte des Gmünder Gehäuses. Auf der Gegenseite bewies Molinari seine Gefährlichkeit in der zwölften Minute, doch sein verdeckter Schuss verfehlte das Ziel nur knapp. Wenig später war es Stanislaus Bergheim, der den Gmünder Fans einen verfrühten Torschrei entlockte, aber leider nur das Außennetz traf. Erneut Otto im Verbund mit Altinsoy zeichneten für die VfL–Chancen in der restlichen ersten Hälfte verantwortlich. Auf Gmünder Seite waren dies Manuel Grampes und Molinari.
Nach dem Wechsel zunächst Vorteile für die Gastgeber. In dieser Druckphase hatten die Normannen aber auch einige gute Konterchancen, die aber nicht konsequent genug ausgespielt wurden. So hätten Patrick Faber in der 49. Minute und wenig später Bergheim durchaus das 0:1 erzielen können. Aber auch die VfLler hatten ihre Chancen, neben den beiden Möglichkeiten von Tunjic, war der Ex-​Normannia Maximilian Laible, der in der 53. Minute das 1:0 machen hätte müssen. Die letzte gefährliche Situation mussten die Normannen in der 65. Minute zu überstehen, als Otto auf Ferdi Er verlängerte, dessen Kopfball aber nur auf dem Tornetz landete. Nach diesem letzten Kirchheimer Gewaltakt nahmen die Normannen das Spiel wieder fester in die Hand und kamen ihrerseits auch zu Torchancen. So in der 69. Minute als Grampes einen Ball für Molinari auflegte, der aber gegen Er einen halben Schritt zu spät kam. Nur zwei Zeigerumdrehungen später hatte nochmals Bergheim die Möglichkeit das Spiel für seine Farben zu entscheiden, jagte das Leder aber am Gehäuse knapp vorbei.
VfL Kirchheim: Stowers – Eisenhardt, Ohran (46. Polat), Er, Otto, Kauffmann, Tunjic, Altinsoy, Hofbauer, Laible (80. Ziegler), Söylemezgiller (68. Forzano)
FC Normannia: Gruca – Bergheim, Kasunic, Faber, Greco, Molinari, Glück (74. Stöppler), Grampes, Fröhlich, Catizone (46. Krätschmer), Göhl
 

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