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Mittwoch, 04. November 2009
Fußball, Oberliga: Nicht immer souverän, aber sehr erfolgreich präsentieren sich die Kicker des FCN im Jahnstadion
Einen beinah unheimlichen Heimnimbus hat sich der FC Normannia in der aktuellen Oberligasaison erarbeitet. Sieben Heimspiele und sieben Siege sprechen eine deutliche Sprache. Außerdem konnte der FCN einen neuen Rekord aufstellen: acht Siege in einer Oberliga-Saison gab es noch nie.
Die Hinrunde ist noch nicht vorbei, der
FC Normannia Gmünd hat auf den Tabellenführer Kirchheim nur fünf Zähler Rückstand und steht daher mit
27 Punkten auf einem ausgezeichneten dritten Rang. Der letzte Heimsieg wurde gegen den abstiegsbedrohten
TSV Crailsheim errungen. Doch zwischenzeitlich hatten sich die
340 Zuschauer sicher gefragt, wie es zustande kommt, dass der
FCN die Oberliga auf diese Art und Weise aufmischen kann. „Die Attribute Spannung, Kampfbereitschaft und Erfolg stehen zurzeit für den Fußball der Normannia“, äußerte sich der zweifache Torschütze vom Wochenende Stanislaus Bergheim. Damit hat er im Großen und Ganzen recht, denn nicht immer spielen die Normannia-Kicker so schönen Fußball, wie sie ihn die ersten
20 Minuten gegen Crailsheim gezeigt hatten. Aber erfolgreich ist er stets, zumindest was die Heimspiele anbelangt.
21 Punkte und
20:
9 Tore aus sieben Spielen ist die aktuelle Heimbilanz der Gmünder.
Die kannte sicher auch der Crailsheimer Trainer Tobias Flitsch. Erfolgreich ist auch dessen bisherige Karriere. Kurz vor der Winterpause des letzten Jahres beerbte der aus Jebenhausen stammende Flitsch, der bis dato den Posten des Co-Trainers inne hatte, Uwe Igler als neuer Coach des Oberliga-Teams. Mit erst
30 Jahren hat der junge Mann schon einige Erfahrungen im Trainergeschäft sammeln können und ist gerade dabei seine B-Trainer-Lizenz in Ruit zu erarbeiten. Dort hielt er sich ebenso wie Normannen-Coach Lothar Mattner in der vergangenen Woche auf. Mattner als
WFV–Ausbilder und Flitsch als Auszubildender. Da stand die Frage nahe, ob Mattner seinen Konkurrenten fortbilden musste, doch dies war nicht der Fall. Nichtsdestotrotz konnte Tobias Flitsch sein Team sehr gut auf die Spielweise der Normannia einstellen. Crailsheim wurde von der Spielstärke der Gmünder zwar erst einmal überrumpelt, konnte sich dann aber doch noch fangen und bot dem Favoriten hartnäckig Paroli. „Gegen einen Gegner wie Crailsheim müssen wir bis zum Schluss Druck machen und dürfen nie nachlassen. Dadurch haben wir Crailsheim vor allem über deren gefährlichen Außenbahnen zurück ins Spiel gebracht“, äußerte sich Mattner nach dem Spiel auf der Pressekonferenz.
Für die Normannia Gmünd stehen in diesem Jahr noch fünf Partien aus, von denen drei auf eigenem Rasen stattfinden. Am nächsten Wochenende sind die Normannen bei der
TSG Balingen zu Gast und Hoffenheim spielt zeitgleich beim Bahlinger SC, der mit
25 Punkten direkt hinter den Gmündern rangiert. Wieder eine Woche darauf empfängt der
FCN den Bahlinger SC zuhause und kann sich dann eventuell noch weiter nach vorne absetzen. Das Hinspiel ging jedoch mit
2:
3 verloren. Das weitere Programm wird sehr hart, denn Ende November muss der
FCN zum Spitzenspiel nach Kirchheim fahren. Der Klassenprimus musste seine einzige Niederlage bisher gegen Freiberg einstecken, ebenfalls in einem Heimspiel war. Gegen den aktuell sechstplatzierten
FC Astoria Walldorf steht dann das letzte Spiel in diesem Jahr am
5. Dezember an. Doch an welcher Stelle die Normannen dann in der Tabelle stehen werden, das steht noch in den Sternen, aber die aktuelle Punktzahl wird bis dahin sicher weiterhin Rekord bleiben.
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