Zögerliche Nachfrage bei Schweinegrippe-Impfstoff ; Apotheken arbeiten Hand in Hand
Von einer eher zögerlichen Nachfrage bei der Schweinegrippeimpfung spricht Dr. med. Klaus Walter, Gesundheitsdezernent des Ostalbkreises. Doch die, die sich impfen lassen möchten, müssen dennoch Wartezeiten in Kauf nehmen. Einige Arztpraxen im Raum Gmünd warten derzeit auf Nachschub.
SCHWÄBISCH GMÜND. Anders beim Gmünder Hals-, Nasen-, Ohren-Arzt
Dr. Elmar Schmidt, der, wie er erzählt „schnell genug“ war. Insgesamt
150 Impfdosen hat er im Laufe der vergangenen drei Wochen bei einer örtlichen Apotheke geordert. Zehn Patienten wurden bereits geimpft, heute sind
38 an der Reihe.
Nicht jeder Arzt hat momentan soviel Impfstoff-Vorrat in der Praxis. Auch in den Apotheken macht sich das Serum gegen die Schweinegrippe allmählich rar. Doch, bei den Apotheken wird Hand in Hand gearbeitet — der tägliche Bestand an Impfdosen in den einzelnen Apotheken wird auf der Homepage der Landesapothekenkammer Baden-Württemberg abgebildet. „Wir speisen unsere Bestände jeden Tag in den
PC ein“, erklärt der Gmünder Apotheker
Dr. Werner Biechele. Alle Apotheken in Baden-Württemberg haben Zugriff auf diese Seite. So ist ersichtlich, wo im Land Impfstoff-Ampullen verfügbar sind. An Apotheken aus Böhmenkirch und aus Schorndorf hätte er auf diese Art Impfstoff verteilt, so Biechele, der von den
500 Impfdosen nun noch
20 hat. Neuer Impfstoff wurde bereits geordert. „Der wird in den nächsten Tagen eintreffen“, zeigt sich Biechele zuversichtlich.
Auch die Gmünder Rems-Apotheke hat neuen Impfstoff bestellt. Die
500 Impfdosen sind seit Montag aufgebraucht. Benötigt ein Arzt Impfstoff, so bestellt er diesen über ein Rezept bei der Apotheke. Diese bestellt den Impfstoff beim Logistiker; im Fall der Gmünder Apotheken ist das die Health Logistics
GmbH in Bruchsal.
Bei dringendem Bedarf, erklärt eine Gmünder Apothekenhelferin, wird, im Falle eines Engpasses in der eigenen Apotheke, bei anderen Gmünder Apotheken der Bestand abgefragt. Jede Apotheke erhält den Impfstoff nur in Einheiten von
500 Impfdosen. Die volle Menge des für Baden-Württemberg georderten Impfstoffes soll nach Aussage des Landesapothekerverbandes Ende November zur Verfügung stehen.
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