Bis Juni 2010 Umbaumaßnahmen und Umzug in die ehemalige Uhrenfabrik Bifora
Die Lorcher Straße wird westlich des Gartenschaugeländes eine deutliche Aufwertung erfahren. Zum einen durch Investitionen der Firma Bifora im Zusammenhang mit dem Post-Umzug. Zum anderen durch das Bestreben, den „Boulevard Arnold“ zu verlängern.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Bei seiner
100-Tage-Pressekonferenz hatte Oberbürgermeister Richard Arnold am Donnerstag angekündigt, dass die von ihm erfolgreich ins Spiel gebrachte Boulevard-Lösung für die Verkehrserschließung im Gartenschaugelände am Bahnhof eine Fortsetzung finden solle. Und zwar zwischen Bahnhof und Tunnelportal West, um die Lorcher Straße als Begrüßungssituation für die aus Richtung Stuttgart ankommenden Autofahrer, ganz besonders aber für die Anlieger und Bewohner deutlich aufzuwerten. Es soll damit mit relativ wenig Umgestaltungsaufwand eine attraktive Hinführung zum Herzstück der Landesgartenschau mit Stadtgarten, Hotel, Hochschulneubau usw. erfolgen. Dazu passt natürlich bestens, was dann gleich am gestrigen Freitag Bifora-Geschäftsführer Jawahar Kandhari, sein Rechtsanwalt Thomas Hesse und Architekt Wolfgang Ripberger bei einem Pressegespräch vorstellten. Der Teil des Bifora-Geschäftsviertels (ehemalige Uhrenfabrik) an der Lorcher Straße wird mit einem Kostenaufwand von
600 000 Euro umgebaut. Insbesondere soll die kahle Außenwand der alten Bifora-Maschinenhalle durch eine angenehme Fensterfront ersetzt werden. Hintergrund der Maßnahme ist, wie bereits vor einer Woche berichtet, der Umzug der Gmünder Postzustellzentrale aus dem historischen Bahnhofspostgebäude aufs nur etwa
500 Meter entfernte Bifora-Areal. Eine ideale Lösung um nicht nur gut
70 Arbeitsplätze für Gmünd zu sichern, sondern auch den zentral an der B
29 gelegenen Service insbesondere für die Großkunden der Post zu verbessern. Die Bifora-Geschäftsführung hat hierzu einen längerfristigen Mietvertrag mit der Post AG abgeschlossen, schultert dafür die Umbaukosten.
Die Beteiligten dankten gestern der Gmünder Stadtverwaltung ganz ausdrücklich für die „professionelle Abwicklung“ des Bauantrags „in Rekordzeit“. Bereits im Juni nächsten Jahres soll der regionale Post-Stützpunkt in den dann umgebauten Hallenbau mit einem kundenfreundlichen Postfach– und Schalterbereich einziehen. Den guten Nachrichten nicht genug; Im Untergeschoss und unterhalb der
1300 Quadratmeter großen Postbetriebsfläche ist ein hochmodernes Bowlingcenter – gleichfalls mit regionaler Ausstrahlung – geplant. Bislang befindet sich in der Halle noch ein russisches Einkaufszentrum und ein Lagerverkauf.
Die Flächen im Bifora-Geschäftszentrum, überwiegend auch im denkmalgeschützten Hauptgebäude, sind nun weitgehend vermietet, darunter neben erfolgreichen Dienstleistern für den Freizeit– und Gesundheitsbereich, auch eine Musikschule, die von rund
250 Kindern und Jugendlichen besucht wird. Jawahar Kandhari hat noch einige Räume frei. Denn nicht ausschließen will er, wie bereits dargestellt, dass die in den
80er-Jahren nach Indien verlagerte Bifora-Uhrenproduktion wieder nach Schwäbisch Gmünd heimkehren könnte (siehe auch Bericht unten).
Noch keine Kommentare vorhanden.