Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Ostalbkreis | Sonntag, 08. November 2009

Der katholische Dekanatsrat im Ostalbkreis reduzierte seine Mitgliederzahl auf die Hälfte /​Erster Dekanatstag zu schwach besucht

Mit großer Mehrheit beschloss der Dekanatsrat eine Reduzierung seiner Mitgliederzahl um die Hälfte. Dem künftigen Gremium, das nächstes Jahr neu gewählt wird, sollen statt zwei nur noch je ein Vertreter der 25 Seelsorgeeinheiten des Dekanats angehören.

Von Johannes Müller
OSTALBKREIS. Die Zahl der Delegierten aus katholischen Verbänden reduziert sich von bisher neun auf jetzt fünf. Mit dieser Verschlankung soll das Gremium effizienter und handlungsfähiger werden. Seit der Gründung des neuen Dekanates auf Ostalbkreisebene vor vier Jahren trafen sich bei den Sitzungen im großen Saal des Landratsamtes jeweils bis zu 75 Mitglieder. Es sei kaum möglich gewesen, sich in einem so großen Gremium näher kennenzulernen, zu diskutieren und zu einer Meinungsbildung zu kommen.
So fasste Klaus Panni, der Laienvorsitzende des Dekanatsrates, die mehrheitlich geäußerten Stimmen zusammen. „Erwartungen bleiben auf der Strecke, weithin fehlt die Identifikation mit dem Dekanat“, sagte Panni und empfahl, dies auch durch Rückmeldung an den Bischof deutlich zu machen.
In der Öffentlichkeit sei das Dekanat schon präsent, stellte Dekan Dr. Pius Angstenberger fest. Durch Personalnot sei es jedoch oft nicht möglich, den 105 Gemeinden des Dekanats von der Dekanatsleitung aus mit Rat und Tat beizustehen. Der Gmünder Münsterpfarrer Robert Kloker bedauerte, dass die bisherigen Pastoralvisitationen als gutes Instrument der Unterstützung der Gemeinden aus personellen Gründen derzeit auch nicht stattfinden könnten. Einhelliger Wunsch war jedoch, das Dekanat künftig stärker in den Gemeinden zu verankern.
Durch diesen Beschluss machte sich der Dekanatsrat ein Votum des Geschäftsführenden Ausschusses zu eigen und entsprach damit der Dekanatsordnung der Diözese. Die jetzt reduzierte Größe des Gremiums habe man schon bei Gründung des Dekanats beabsichtigt, sagte der Dekan. Rottenburg habe jedoch damals nicht zugestimmt.
Der erstmals durchgeführte Dekanatstag in der Aalener Stadthalle habe noch nicht den erwünschten Erfolg gehabt, berichtete die Dekanatsreferentin Hildegard Seibold. Das gut vorbereitete Programm mit dem stark beachteten Referat aus dem Sozialbereich rund um die Familie hätten einen besseren Besuch verdient, hieß es auch im Gremium. Aus den Erfahrungen müssten für nächstes Mal die richtigen Schlüsse gezogen werden.
Im Rückblick auf die Aktivitäten des Dekanatsrates wurde neben viel Positivem wie Fortbildungsmaßnahmen und Vortragsangebote angeregt, dass es noch an der Förderung der Jugendarbeit, an der Bewusstseinsbildung im Bereich Arbeit und Wirtschaft sowie an der Realisierung einer dezentralen Dekanatsstruktur fehle.
Trotz allem dürfe der Optimismus nicht verkannt werden, mit dem es gelinge, geeignete Lösungen zu finden, mit denen die Erwartungen den Möglichkeiten anzupassen seien, empfahl Dekanatsreferent Martin Kessler. Der Dekanatsrat vertrete die Menschen in den Gemeinden, in deren Nöten und Anliegen Hilfe zu leisten sei. Klaus Panni dankte in dieser letzten Sitzung des Gremiums allen, die sich für das gemeinsame Ziel engagiert haben.
Es fehlt für die Seligsprechung von Philipp Jeningen noch ein Wunder
Von einer Besprechung in Rottenburg in Sachen Seligsprechung von Pater Philipp Jeningen berichtete der Ellwanger Stiftspfarrer Michael Windisch dem Dekanatsrat. Der Prozess in Rom, bei dem er jetzt Vizeapostolator sei, stagniere schon seit längerer Zeit.
„Es fehlt noch ein Wunder“, sei ihm in Rom gesagt worden. Damit sprach er medizinisch nicht erklärbare, dauerhafte Heilungen aus schwerer Krankheit an. Er wäre dankbar, so Windisch, wenn ihm aus der Bevölkerung solche Fälle mit den nötigen Details mitgeteilt würden (telefonisch erreichbar unter 07961/​3535).
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen