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» Ostalbkreis | Sonntag, 08. November 2009

Etat so schwierig wie nie in Abtsgmünd

Wie vielerorts sieht auch der Entwurf des Abtsgmünder Haushaltsplanes für das Jahr 2010 nicht besonders rosig aus. Georg Ruf spricht vom schwierigsten Haushaltsjahr in der Gemeindegeschichte.

Von Wolfgang Fath
ABTSGMÜND. Der Verwaltungsausschuss fand nicht mehr viele Ansätze zum Streichen. Einnahmen in Höhe von 3,272 Millionen Euro und Ausgaben in Höhe von 10,365 Millionen verheißen ein Defizit in Höhe von 7,084 Millionen Euro im Vermögenshaushalt.
Zu den größeren Ausgabenposten im Bereich Öffentliche Sicherheit zählt die Beschaffung eines Feuerwehrautos für die Abteilung Abtsgmünd, rund 250 000 Euro schlagen hier zu Buche. Im Bildungsbereich sollen für die Schulen rund 1,571 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Davon entfällt auf das Gymnasium eine erste Rate mit 1,3 Millionen Euro. Im Bereich Gesundheit und Sport fallen rund 895 000 Euro für die Sanierung der Turnhalle in Pommertsweiler an. Die Musik spiele im Haushaltsjahr 2010, so Bürgermeister Georg Ruf einzig und allein im Einzelplan 9 des Verwaltungshaushaltes.
Bei der größten Einnahmequelle, der Gewerbesteuer, die größtenteils von der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung abhängig ist, sind gegenüber dem Haushaltsjahr 2008 mit rund 10 Millionen Euro weniger Einnahmen zu rechnen.
Nach vorliegenden Bescheiden rechnet der Kämmerer mit knapp 6,7 Millionen Euro, an Umlagen müssen jedoch 11,38 Millionen Euro abgeführt werden. Unterm Strich wird der Finanzierungssaldo im Verwaltungshaushalt rund 840 000 Euro betragen. Insgesamt beträgt die Negativzuführungsrate 6,4 Millionen Euro.
Kreditaufnahmen sind in Höhe von rund 7 Millionen Euro geplant. Die Schulden müsse man nicht machen, um Aufgaben zu erfüllen sondern um die horrenden Umlagen an Kreis und Land zu finanzieren, betonte Ruf. Das Haushaltsjahr 201 betrachte er jedoch als brisanten Einzeleffekt, meinte der Bürgermeister.
Streichmöglichkeiten gab es wenige für die Mitglieder des Verwaltungsausschusses, da die Investitionen bereits in der Vorbereitung des Entwurfes auf das Mindestmaß zurückgeschraubt wurden nach dem Motto, Begonnenes fertigzustellen und den vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen.
Nicht die Augen zu verschließen sondern mit der Devise „Augen auf — und durch“ müsse das kommende Haushaltsjahr angegangen werden, sagte Ruf
Das Akkordeonorchester Abtsgmünd soll einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro für eine geplante Sonderveranstaltung im Jahre 2011 erhalten. Dirigent Oliver Seitz hat einen Kompositionsauftrag für ein Kirchenkonzert mit Solisten, gemischtem Chor sowie dem Akkordeonorchester vergeben. Da die Gemeinderichtlinien für Sonderveranstaltungen Zuschüsse vorsehen, empfahl der Verwaltungsausschuss, dem Gemeinderat dem Antrag des Orchesters zuzustimmen, zumal es sich bei der Veranstaltung um eine herausragende Sonderveranstaltung handelt. Im Jahr 2011 findet auch die 850-​Jahr-​Feier von Abtsgmünd statt.
 

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