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» Sport | Sonntag, 08. November 2009

Orientierungslauf: TGV Horn holt den Mannschaftssieg – Renate Hirschmiller und Maren Kucza mit Maximalausbeute

(pm). In den neun Ranglistenläufen wurden neben den Einzelsiegern auch die beste Mannschaft im Bereich des Badischen und Schwäbischen Turnerbunds ermittelt. Erstmals kommt bei den Teams der Gesamtsieger aus Horn. Der TGV setzte sich mit 90 630 Punkten durch und hatte damit 800 Zähler Vorsprung auf den Zweiten.

Bei der Gesamtwertung werden die Ranglistenpunkte aller klassifizierten Läufer addiert. Neben Spitzenläufern mit hoher Punktzahl, sind auch viele Freizeitläufer mit geringerer Punktzahl für eine vordere Platzierung erforderlich. Nachdem der TGV Horn immer unter den ersten Drei platziert war, gelang in diesem Jahr erstmals der Gesamtsieg. Der Vereinspokal steht damit für ein Jahr in der „Horner Hütte“. Neun Läufe mit unterschiedlichem Wettkampfmodus in unterschiedlichem Gelände mussten während des Jahres bewältigt werden.
Die Chronologie:
Dudenhofen bei Speyer, 1. März: Mittelstreckendistanz. Nur der Kompass und Bestandsgrenzen dienten in der Rheinebene zur Orientierung. Ein lichter, schnell belaufbarer Wald verzieh keine Fehler. Die Horner zeigten eine gute Frühform und gingen mit 500 Punkten Vorsprung vor der OLG Ortenau – dem Sieger der letzten Jahre – in Führung.
Kippenheim bei Freiburg, 22. März: Langdistanz. Höhenlinien im Überfluss gab es in den steilen, kleinparzellierten Weinbergen mit einem detailreichen Waldteil. Schwierige Routenwahlen in abwechslungsreichem Gelände forderten den kompletten Orientierungsläufer. Hier waren die Ortenauer deutlich stärker. 340 Punkte Vorsprung wurden eingebüßt, es blieben noch 160 Punkte.
Bartholomä, 28. Juni: Klassikdistanz. Der Heimvorteil brachte den Hornern weniger als erwartet, der Vorsprung wurde nur auf 310 Punkte ausgebaut. Schon hier zeichnete sich ab, dass niemand in den Zweikampf zwischen Horn und Ortenau wird eingreifen können.
Baindt, 4. Juli: Mitteldistanz. Auf der Karte des Deutschland-​Cups von 2008 – steil, ruppig und detailreich – durfte nicht überreizt werden. Der Horner Vorsprung wuchs um 110 Punkte auf 420 Zähler.
Baindt, 5. Juli: Baden-​württembergische Klassikmeisterschaften. Bei diesem Wettkampf trugen die Schweizer ihre Weltmeisterschaftsqualifikation aus. Das zeigt, dass Karte und Gelände höchsten internationalen Standards genügen. Offenbar war es nicht der Tag der Horner – 220 Punkte eingebüßt, der Vorsprung betrug noch 200 Punkte.
Schonach, 19. Juli: Mitteldistanz. Rund um das extrem steinreiche Gelände am Rendsberg. Neben hoher Berggängigkeit im steilen Schwarzwald, entschied gutes Feinorientierungsvermögen diesen Lauf. Knapper Sieg für die Horner, der Vorsprung wuchs auf 320 Punkte.
Mönchweiler bei Villingen, 20. Juli: Klassikdistanz. Mooriger, schwer belaufbarer Boden ohne Höhenlinien auf der Schwarzwaldhochfläche bildete einen Gegensatz zum Vortag. Grabensysteme und Bestandsgrenzen dienten der Orientierung. Die Horner konnten 60 Punkte gutmachen – Vorsprung: 380 Punkte.
Karlsruhe, Schlosspark und Hardtwald, 19. September: Beim Lauf mit Massenstart durch den Park und das Unigelände gab es wiederholt Kontakt mit den Gegnern. Die Ortenauer kamen mit dieser Wettkampfform besser zurecht und holten 140 Punkte auf. Vor dem letzten Lauf hatten die Horner 240 Punkte Vorsprung.
Pfullingen, 18. Oktober: Streuobstwiesen und dichte Waldanteile am Steilaufstieg der Alb. Wieder ein Massenstart. Beide Mannschaften mussten grippegeschwächt auf einige Läufer verzichten. Dass der entscheidende Lauf auch Nervensache war, zeigten die vielen Fehlstempel an diesem Tag. Hier waren die Horner nicht so anfällig. Dieses Fehlstempelfestival brachte unerwartet hohe Punktzahlen nach Horn. So dass der Vorsprung in der Mannschaftswertung ausgebaut werden konnte. Am Ende siegten die Horner mit einem komfortablen Vorsprung von über 800 Punkten.
Folgende 24 Läufer im Alter von 13 bis 70 Jahren waren am Mannschaftserfolg der Horner Orientierungsläufer beteiligt: Die mögliche Maximalpunktzahl pro Läufer beträgt 700 Punkte. Diese konnten gleich zwei Hornerinnen erreichen: Simon Hirschmiller (399 Punkte), Maren Kucza (700), Judith Hirschmiller (296), Meike Hartmann (458), Wiebke Martin (437), Dagmar Hertäg (149), Klaus Schwind (597), Steffen Hartmann (529), Martin Schwarz (472), Thomas Sigle (318), Jörg Ulver (240), Michael Martin (144), Martin Sigle (70), Jan Kucza (111), Renate Hirschmiller (700), Carmen Kucza (358), Rainer Hirschmiller (515), Michael Hartding (67), Anne-​Marie Hartmann (431), Berthold Kucza (513), Hans Hartmann (340), Heinz Sigle (302), Peter Deak (518), Chris Holmes (244).
 

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