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Montag, 09. November 2009
Fußball, Oberliga: Munterer Schlagabtausch an der Eyach endet mit 0:1-Niederlage der Gmünder
Nach acht Spielen ohne Niederlage wurde der FC Normannia Gmünd von der TSG Balingen mit 1:0 (0:0) bezwungen oder anders ausgedrückt: die Normannia reiste als Tabellendritter an und als Tabellenvierter wieder ab.
Lag es daran, dass die Balinger in den Gmünder Farben (Rot/Schwarz/Rot) spielten oder Lothar Mattner doch personell arg gebeutelt seine Mannschaft in diese Partie schicken musste, die Gmünder spielten zwar gut, aber irgendwie fehlte der letzte Druck und so riss zumindest eine der beiden Gmünder Erfolgsserien. Dabei hätte auch im neunten Spiel die Serie halten können, denn eine Punkteteilung wäre gerechtfertigt gewesen.
Überraschend, dass am Samstagnachmittag in Balingen ein intensives, weil von beiden Mannschaften mit viel Herz und Leidenschaft geführtes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten heraus kam. Denn beide Trainer hatten mit Akribie ihren Gegner analysiert und ihre Jungs entsprechend gut eingestellt. Dass kein Rasenschach dabei herauskam, war dem Willen der Normannen zu verdanken unbedingt an der Eyach zu punkten, aber auch die Gastgeber ließen nichts unversucht, unbedingt den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu finden
Der Balinger Erfolg war letztendlich etwas glücklich, weil die Gmünder Normannen zumeist feldüberlegen agiert hatten und nach Chancen ein leichtes Plus zu verzeichnen hatten.
Lothar Mattner ließ Simon Fröhlich und Patrick Stöppler zusammen mit Giusi Catizone und Pino Greco im Mittelfeld auflaufen und beorderte Daniel Glück in die Abwehr. Diese Disposition schien aufzugehen, aber bei vielen Aktionen stellte sich heraus, dass die Laufwege einfach nicht stimmten. Dennoch begannen die Normannen sehr schwungvoll, hatten allerdings schon nach wenigen Sekunden Glück, als Üner bei seinem Kopfballversuch von Matthias Gruca gerempelt wurde, was die
FIFA–Schiedsrichterin Christine Beck aber nicht als Foulspiel, geschweige denn als Elfmeter ahnden wollte. Bereits in der dritten Minute hätten die Gmünder in Führung gehen müssen, als Patrick Stöppler freistehend an der Strafraumgrenze zu lange zögerte und so sein Abschluss abgewehrt werden konnte, ebenso wie der gefährliche Nachschuss von Manuel Grampes. In der
10. Minute brannte es erneut im Balinger Strafraum. Zunächst bei einem Freistoß von Giuseppe Catizone, der gerade noch zur Ecke geklärt werden konnte und dann beim anschließenden Eckball, den Manuel Grampes aus kurzer Distanz per Kopf Richtung Balinger Tor platzieren konnte, doch Kellner lenkte den Ball über die Latte .
Ein munterer Schlagabtausch entwickelte sich fortan. Der stets gefährliche Üner blieb nach einem Solo an Gruca hängen (
18.), dann klärte Klett mit dem Kopf auf der Balinger Torlinie (
30.) einen Grampes-Kopfball, doch die Verwirrung blieb im Balinger Strafraum groß, Beni Molinari und Simon Fröhlich wurden weitere Versuche gestattet, in die sich aber die Balinger regelrecht hineinwarfen. Auf der Gegenseite flankte Di Lucia auf Schreyeck, doch der Balinger Kapitän fand wieder in Gruca seinen Meister (
35.).
Im zweiten Durchgang sorgte auf Gmünder Seite insbesondere der eingewechselte Robin Tolbert für mehr Schwung. Die erste hochkarätige Chance im zweiten Durchgang hatten aber die Gastgeber, als Gruca gegen den ständigen Unruheherd Buchstor in der
60. Minute bravourös rettete. Nur wenige Minuten später folgte die entscheidende Szene dieser Partie: wieder war der Balinger Buchstor beteiligt. Frank Kinkel wollte im Strafraum den Ball aus der Gefahrenzone schlagen, traf aber nicht den Ball, sondern Buchstor an der Sohle seines Kickstiefels und Christine Beck entschied sofort auf Elfmeter. Obwohl Matze Gruca die Ecke ahnte, konnte Erik Raab in der
66. Minute zum
1:
0 verwandeln.
Balingen igelte sich in der Folgezeit zwar nicht ein, versuchte gegen die nun konstant in der Vorwärtsbewegung befindlichen Gmünder mit einigen Kontern ihr Glück, doch Gruca ließ sich keine zweites Mal überwinden. Irgendwie fanden die Normannen schlichtweg nicht die geeigneten Mittel, um aus ihrer Feldüberlegenheit Kapital zu schlagen. Doch ganz chancenlos waren sie nicht. Ein Freistoß des starken Giuseppe Catizone verfehlte haarscharf sein Ziel (
70.) und Kellner hielt zunächst einen gefährlichen Molinari-Hammer (
83.) und dann gegen den heraneilenden Robin Tolbert.
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