Agnes-von-Hohenstaufen-Schule feiert zehnjährige Verbindung mit Partnerschule in Gemona
Eine Woche besuchten die Schüler der 12. Klasse der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule mit ihren Lehrern Sigrun Rahn und Christoph Bertenrath ihre Partnerschule Liceo Scientifico Statale L. Magrini in Gemona im Friaul. Die Partnerschaft zwischen beiden Schulen besteht nun schon seit zehn Jahren.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Voller Vorfreude standen die Schüler nach einer Zehn-Stunden-Fahrt vor den Austauschschülern, die sie strahlend begrüßten. Den Abend verbrachte man in den Familien und nahm zum ersten Mal am italienischen Familienleben teil.
Am nächsten Tag ging’s in den Unterricht der Partnerschule und am Nachmittag begrüßte ein Vertreter des Bürgermeisters die Gäste in Gemona. Im Anschluss besichtigte man die oberhalb des Ortes gelegene Burgruine, die einen Blick auf die Julischen Voralpen erlaubte, und freute sich an einem Stadtrundgang, an dessen Ende ein Museum stand, das an das Erdbeben im Jahre
1976 erinnert. Eine besondere Erfahrung war das Abendessen im Restaurant „Befed“, wo die jungen Leute mit Händen Hähnchen und Pommes gegessen haben und sich gegenseitig mit Erdnussschalen bewarfen – das war nichts Ungewöhnliches in diesem Lokal. Das „Memoriale di Redipuglia“, ein monumentales Mahnmal für die Toten der Weltkriege, und die „Grotta Gigante“, eine der größten Tropfsteinhöhlen weltweit, wurde am Mittwoch mit dem Großteil der Austauschschüler besucht – wie sich herausstellte, war dieser Tag der italienische Nationalfeiertag. Außerdem ging die Gruppe einen Rainer Maria Rilke gewidmeten Weg in der Nähe des Schlosses Duino entlang und genoss den beeindruckenden Blick auf das Mittelmeer, das trotz Regen wunderschön anzuschauen war. Beim anschließenden Besuch in Triest besichtigte man in kleinen Gruppen die Stadt. Der Donnerstag wurde von den Gastschülern herbeigesehnt, denn an diesem Tag war Venedig das Ziel. Nach einer Schiffsfahrt zur Piazza San Marco besichtigte man den Dogenpalast und erkundete die Stadt auf eigene Faust. Die Basilika in Aquilea und seinen alten Römerhafen besichtigte die Gruppe am Freitag, an dem sie auch in Udine, der Provinzhauptstadt waren – nicht ohne vorher einen Zwischenstopp in einem Shopping-Center amerikanischen Ausmaßes gemacht zu haben. Am Abend besuchten alle italienischen und deutschen Schüler eine Party, die eigens für die jungen Deutschen organisiert worden war.
Am letzten Tag war den Schülern die Traurigkeit über den Abschied anzumerken: Es war eine sehr ereignisreiche Woche und die Schüler freuen sich darauf, ihre italienischen Freunde im Frühjahr in Deutschland begrüßen zu dürfen.
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