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» Ostalbkreis | Dienstag, 01. Dezember 2009

Grundschule Durlangen verabschiedete Gastlehrerin Maria Dolores Sevilla aus Ecuador

Ins Land der bunten Vielfalt, des Kondors und des Tukans, entführten farbenfroh gekleidete Kinder ihr großes Publikum. Mit Tänzen verabschiedeten die Schülerinnen und Schüler der Christoph-​von-​Schmid-​Schule ihre Gastlehrerin Maria Dolores Sevilla aus Ecuador. Von Sonja Ruis

DURLANGEN. Starke Farben und folkloristische Motive beherrschten die Darbietungen in der Durlanger Gemeindehalle. Die junge Austauschlehrerin aus dem fernen Südamerika und Klassenlehrer Timo Cudazzo von der 2 b zauberten zusammen mit den Grundschülern ein Programm auf die Bühnenbretter, das die zahlreichen Zuschauer begeisterte.
Cudazzo nahm anschließend das Publikum mit auf die Reise in dieses weite Land. Schneebedeckte Vulkane, der tiefe Urwald, das blaue Meer, außergewöhnliche Tiere, exotische Früchte und natürlich die Galapagos Inseln beeindruckten auf Fotos mit ihrer einmaligen Schönheit. Anhand einer Schule im Hochland Ecuadors zeigte der Klassenlehrer den interessierten Anwesenden wie wenig Material die Schüler dort zum Lernen haben.
Drei Wochen lang hat die studierte Kunstlehrerin den Durlanger Mädchen und Jungen im Unterricht ihr Heimatland näher gebracht. Alle waren gekommen, die Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Klassen, die Kindergartenkinder von St. Antonius und Pusteblume, sowie viele Eltern und Großeltern, um nun der ecuadorianischen Lehrerin an ihrem letzten Tag in Durlangen „Adios“ zu sagen.
Die Lehrerin unterrichtet in der Hauptstadt Ecuadors an der deutschen Schule in Quito. Vom Kindergarten bis zum Abitur sind die Kinder dort auf einem Gelände beieinander. 1600 Schüler werden in Deutsch unterrichtet. Die meisten Kinder haben Deutsch als Fremdsprache. Sie selbst ging bereits in diese Schule.
Maria Dolores Sevilla konnte sich durch die Initiative von Timo Cudazzo in Durlangen aufhalten. Über den pädagogischen Austauschdienst der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland kam der Besuch zustande. Cudazzo selbst war nämlich acht Jahre lang an der deutschen Schule in Quito Lehrer, bevor er mit seiner Familie nach Deutschland zurückkehrte und jetzt in Durlangen unterrichtet. „Ich wollte etwas über Land und Leute erfahren, betonte die Lehrerin aus Ecuador. Sie habe mehrere Ausflüge unternommen, zum Beispiel habe sie sich München angeschaut. Auch Baden-​Baden stattete sie einen Besuch ab. Auf mehreren Radtouren erkundete sie zudem die nähere Umgebung, schilderte Sevilla mit einem guten Deutsch. Selbst schwäbische Wörter kann sie verstehen. Gewohnt hat sie in diesen drei Wochen bei Familie Cudazzo. In erster Linie diente ihr Aufenthalt in Deutschland natürlich auch dazu, so erklärte sie, Informationen über das deutsche Schulsystem, über Pädagogik und Didaktik, über Lehrpläne und das Schulwesen im Allgemeinen zu erhalten. Jetzt freue sie sich aber wieder auf ihre Heimkehr, denn die Sehnsucht nach ihrer Familie, ihren beiden kleinen Kindern, war doch groß.
 

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