HfG hält heute Rückschau und wagt einen Blick in die Zukunft
Das Jahr 2009 stellte für die Hochschule für Gestaltung ein zugleich denkwürdiges und Weichen stellendes Jahr dar.
SCHWÄBISCH GMÜND
(rw). Ihr
100-Jahr-Gebäudejubiläum ging einher mit der noch in diesem Jahr zu treffenden Entscheidung, wo die Hochschule in den kommenden Jahren und Jahrzehnten den passenden Rahmen und den Rahmen zur Entfaltung ihrer Kreativität und ihres weithin bekannten hohen Ausbildungsniveaus erhält.
„Sollte die Hochschule zerstückelt werden, verlieren wir alles, was unsere Ausbildung auszeichnet“
Studierende der
HfG in einem Flyer
Das Haus wird zunehmend zur Baustelle, die Bedingungen für den Studienbetrieb werden dadurch erschwert. Die
HfG steht vor einem Auszug – ob er teilweise geschieht oder ganz, ist noch die Frage. Rektorin Cristina plädiert für den Umzug der ganzen Hochschule ins Gmünd Tech in der Krähe. Container müssten freilich auch dort aufgestellt werden, doch zumindest wäre die Hochschule dann nicht auf verschiedene Standorte verteilt, einschließlich einer Rest-Hochschule auf der Baustelle. Was für die Rektorin den schlimmsten Fall bedeuten würde. Auch OB Richard Arnold und Landrat Klaus Pavel, der zugleich Vorsitzender des Hochschulrates ist, unterstützen den Vorschlag der Komplett-Auslagerung in die Krähe. Das Heft des Handelns freilich liegt in Stuttgart, überdies bei zwei Stellen: beim Finanz– und Wissenschaftsministerium. Um die Perspektive der Hochschule für Gestaltung geht es am heutigen Donnerstag,
10. Dezember, ab
19.
30 Uhr noch einmal. Die
HfG lädt zum Jahresausklang ins Foyer. Sprechen werden Rektorin Cristina Salerno, Landrat Klaus Pavel, OB Richard Arnold und Christof Morawitz, der Vorsitzende des Freundeskreises der Hochschule. Noch einmal zu sehen ist die Lichtinszenierung am Gebäude (siehe Bildleiste oben), die von Studierenden produziert wurde. Auch die Studierenden werden sich bei der heutigen Veranstaltung zu Wort melden, wie sie es schon in der vergangenen Woche taten, als an der
HfG die Bürgermedaille der Stadt Schwäbisch Gmünd an Alfred Lutz, früherer Prorektor der
HfG und einer ihrer Gründerväter, verliehen wurde. Die Studierenden verteilten Flyer, in denen sie auf den Zusammenhang der Studienstruktur der
HfG aufmerksam machten: „Unsere Hochschule lebt vom engen Zusammenhalt der Studiengänge und der interdisziplinären Lehre. Diese Verbundenheit und der gegenseitige Austausch sind unsere Inspiration und Motivation. Deshalb studieren wir in Schwäbisch Gmünd. Die Qualität ist durch die derzeitige Planung, die Hochschule auf fünf — kilometerweit entfernte — Standorte zu verteilen, in Gefahr. Sollte die Hochschule zerstückelt werden, verlieren wir alles, was unsere Ausbildung auszeichnet. Unser Studium wird wertlos. Deshalb fordern wir die Entscheidungsträger in Land und Stadt auf, einen vorübergehenden Gesamtcampus am Gmünd-Tech zu verwirklichen.“ Heute um
19.
30 Uhr die Lichtinszenierung zum letzten Mal eingeschaltet. Zuschauer sind willkommen, ebenso Gäste beim Jahresausklang.
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