Angela Kreipl von den Kneipp-Werken beim Marketing-Club
Die Kneipp-Werke, seit 2001 ein 80– prozentiges Tochterunternehmen der Hartmann Group, hatte im Jahre 2004 mit 34,4 Millionen Euro ihren Umsatztiefpunkt. Dank eines umfangreichen Marken-Relaunches und einer neuen Strategie kletterte der Umsatz wieder auf 45,3 Millionen Euro im Jahre 2008.
OSTWÜRTTEMBERG
(pm). „In diesem Geschäftsjahr werden wir wieder einer leichte Steigerung haben“, prognostizierte die Kommunikationsleitern der Kneipp-Werke, Angela Kreipl, vor den Mitgliedern des Marketing-Clubs Ostwürttemberg bei Hartmann in Heidenheim. Der Blick zurück, vor das Jahr
2004, war kein erfreulicher. Seit der Mehrheitsübernahme der Kneipp-Werke durch die Paul Hartmann AG im Jahre
2001 gingen die Umsatzzahlen kontinuierlich zurück. „Wir hatten unser Heil in jüngeren Zielgruppen nicht gefunden“, resümierte Kommunikationsleiterin Angela Kreipl, „weil die Verwender die Marke nicht mehr erkannt haben“.
Die neue Kampagne setzte auf sympathische Alltagssituationen, in denen Probleme durch die Kneippschen Produkte gelöst werden. Vor allem im Bereich der Badezusätze konnten die Kneipp-Werke seit
2004 ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnen und schließlich im Teilmarkt der „Gesundheitsbäder“
2009 ihre Stellung als Marktführer zurückerobern. Parallel liefen Restrukturierungsmaßnahmen. Lagerkapazitäten wurden abgebaut, ein Standort geschlossen, die Belegschaft um zehn Prozent reduziert, das Sortiment gestrafft und das Markenbild erneuert.
Die Kombination aus einer bildhaften Pflanzenwelt, dem Markenlogo im Zentrum der Verpackung, einem Qualitätssiegel sowie der Verkürzung des Claims auf „Kneipp wirkt. Natürlich!“ zeitigten den Turn-around. „
2008 haben wir
20, dann
2009 nochmals
30 und im nächsten Jahr werden wir wieder etwa eine solche Zahl an Neuprodukten auf den Markt bringen“, sagte Kreipl. Denn „das Neue weckt Begehrlichkeiten beim Kunden. Wir machen
40 Prozent unseres Umsatzes mit Neuprodukten.“
Die aktuelle Kneipp-Werbekampagne bedient sich einer grafischen Retrolinie. Bessere Platzierungen im Handel, ein eigener Online-Shop und die internationale Präsenz haben die Markenbekanntheit von
87auf
94 Prozent, deren Sympathie von
38 auf
48 Prozent sowie die Kaufbereitschaft bei den Kunden von
34 auf
38 Prozent steigen lassen.
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