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» Sport | Freitag, 11. Dezember 2009

Handball, Württembergliga: Gmünder Trainer stapelt vor dem Spitzenspiel gegen die Übermannschaft aus Schmiden tief

Für den TSB Gmünd geht es am Sonntag um 17 Uhr auswärts in der Sporthalle beim Schulzentrum gegen die „Übermannschaft“ der Liga, den TSV Schmiden. Bisher konnte das Team von Trainer Alexander Prasolov alle zwölf Begegnungen der Saison deutlich für sich entscheiden.

Nichts zu verlieren haben die Gmünder Handballer am Sonntag, wenn es gegen den TSV Schmiden geht. Beim Höhepunkt der Hinserie geht es gegen „die absolute Übermannschaft“, so Trainer Rolf Kölle über den Kontrahenten. Die wahre Stärke der Schmidener ist für den Gmünder Übungsleiter nur schwer einzuschätzen. „Wir sehen nur, was die anderen gegen Schmiden leisten“, sieht Kölle seine Mannschaft in der Außenseiterrolle. 13 Treffer erzielt der TSV im Schnitt mehr als die gegnerischen Mannschaften. Das ist fast schon mehr als ein Klassenunterschied. Eine Klasse trennte die beiden Vereine noch im Vorjahr. Schmiden spielte in der Baden-​Württemberg Oberliga, stieg aber am letzten Spieltag unglücklich ab und präsentiert sich nun seit Saisonbeginn in einer Galaform. „Wir haben kaum eine Chance zu gewinnen“, stapelt Kölle tief und wäre schon mit einer knappen Niederlage zufrieden. Zumindest nach außen. Denn der Trainer lässt sich auch andere Sätze entlocken: „Es gibt für alles ein erstes Mal“, weiß der Süßener. Der erste Punktverlust oder gar die erste Niederlage – im Sport ist letztlich alles möglich. Eine Überraschung wäre es mit Sicherheit, wenn die Gmünder nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten würden, aber eben durchaus realisierbar.
Doch dann muss alles passen im Spiel der Blau-​Gelben. „Wir dürfen keine leichten Ballverluste haben und müssen technische Fehler vermeiden“, erklärt Kölle mögliche Strategien, um zum Erfolg zu kommen. Die große Stärke des TSV Schmiden sieht der Trainer in der 5:1-Abwehr der Gastgeber, die nur wenige Tore zulässt. Darauf hat er seine Mannen in den letzten Trainingseinheiten eingestellt. Wertvolle Tipps, wie Schmiden zu knacken ist, bekam er von seinem „Aushilfstorhüter“ Andreas Fuß, der in der vergangenen Saison noch das Trikot des TSV trug. Beim Spitzenspiel der Württembergliga zwischen dem Ersten und dem Dritten kann der Keeper aber nicht dabei sein. „Das war schon bei seiner Verpflichtung klar“, klärt Kölle auf. Bange ist ihm dennoch nicht, denn mit Philipp Neukamm hat er einen weiteren sicheren Rückhalt in seinem Kader.
In den Griff bekommen müssen die Gmünder vor allen Dingen den Rückraum der Schmidener, wo Trainer-​Sohn Evgeni Prasolov für viele Treffer sorgt. „Wir müssen etwas offensiver decken und versuchen den Rückraum zu verunsichern“, so Kölle. Prasolov in Manndeckung nehmen kommt für Kölle nicht in Frage. Zu viele starke Spieler sind in der Mannschaft des Spitzenreiters zu finden, so dass es keinen Sinn macht, einen Akteur herauszugreifen.
„So gut, wie möglich“, will der Gmünder Coach aus dem Spiel kommen und dann schnell wieder den Fokus auf andere Begegnungen legen. In diesem Jahr müssen die TSBler noch gegen den TV Altenstadt ran. Da soll auf jeden Fall wieder ein Sieg eingefahren werden, wie auch gegen die nächsten vier Gegner. „Das Spiel in Schmiden ist extra zu sehen“, betont Kölle, der sich dafür für das Rückspiel in eigener Halle einiges vorgenommen hat. „Da wollen wir sie schlagen“, demonstriert er Selbstvertrauen. Doch nicht nur da. Insgeheim hoffen die Gmünder beim TSV auf die Überraschung.
TSB Gmünd: Neukamm, Marin – Schamberger, S. Göth, B. Göth, S. Frey, Boizesan, J. Frey, Schmeiser, Czypull, Tobias, Steiner, M. Hieber, Nothdurft.
 

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