Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 13. Dezember 2009

Auch über das Wochenende wird die Polizei alles aufbieten, um den mysteriösen Todesfall aufzuklären

Das tragische, allem Anschein nach auch sehr brutale Geschehen im kleinen Kreuzungsbereich Akazienweg/​Lindenfirststraße beschäftigt die Menschen weiterhin sehr. Auch übers Wochenende werden die polizeilichen Ermittlungen mit Hochdruck fortgesetzt.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Es ist eine gleichermaßen furchtbare wie rätselhafte Szenerie, die sich am Dienstag zwischen 17.30 und 18.30 Uhr an der Ecke Akazienweg/​Lindenfirststraße abgespielt hat: Da stirbt ein junger Mann auf der Straße. Er hat Kopf– und Knieverletzungen, die er sich , so sagt die Gerichtsmedizin, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht selbst bei einem Sturz zugefügt haben kann. Entweder also, er wurde von einem Auto überfahren oder aber von Räubern oder anderen Widersachern zusammengeschlagen. Und das an einem Ort und zu einem Zeitpunkt, wo nahe des Bahnhofs und des Einkaufszentrums im Taubental viele Pendler und Passanten unterwegs sind. Für die Ermittler , so gaben in den vergangenen Tagen die beiden Polizeipressesprecher John Brauer und Bernhard Kohn, wiederholt zu verstehen, sei das ein sehr kniffliger Fall. Eine 15-​köpfige Ermittlungsgruppe wird mit Unterstützung der Schutzpolizei auch über das Wochenende tätig sein, um viele Fragen zu diesem mysteriösen Todesfall zu klären. Die Ermittlungen wurden zwischenzeitlich auf das ganze Remstal bis nach Stuttgart ausgedehnt. In der Landeshauptstadt war der 31-​jährige Schorndorfer am Dienstagmorgen gegen 5 Uhr noch gesehen worden. Dann abends gegen 17.30 Uhr im Modehaus Vögele in Gmünd, wo er offenbar nur kurz und hastig hereinschaute, um nur wenige Minuten später diesen schicksalhaften Weg Richtung Akazienweg zu wählen. Die Polizei bemüht sich weiterhin, den Tagesablauf des Mannes lückenlos zu rekonstruieren. In den nächsten Tagen sollen auch denkbare Unfallabläufe an der kleinen Straßenkreuzung nahe der Fußgängerunterführung nachgestellt werden. Einen rasanten Durchgangsverkehr gibt es dort nicht, aber immer wieder gestresste Falschfahrer, Parkplatzsucher und Berufskraftfahrer mit Kleinlastern, die an dieser Stelle am Beginn der Sackgasse eilig wenden. Mit Nachdruck bittet die Polizei die Bevölkerung um Hinweise, insbesondere auf Fahrzeuge und Personen, die in diesen Wohnsträßchen, wo man sich kennt, nicht ihr Domizil haben. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Passanten, Geschäftsleute oder Anwohner am Dienstag gegen 17.45 Uhr etwas Verdächtiges bemerkt haben, ein rasantes Fahrzeug vielleicht oder eilige Personen, die sich davonmachten. Der technische und personelle Aufwand bei Polizei mit Unterstützung von Unfallgutachtern und Pathologen ist zwischenzeitlich so groß, dass in den nächsten Tagen gewiss mit erfolgversprechenden Spuren zu rechnen ist. Sachdienliche Hinweise nehmen Kripo und das Polizeirevier weiterhin unter Tel. 07171/​3580 entgegen.
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen