Kürzlich wurde das 125-jährige Vereinsjubiläum des Obst– und Gartenbauvereins Schwäbisch Gmünd gefeiert
Ein besonderes Programm hatte sich kürzlich der Vorsitzende a. D. des Obst– und Gartenbauvereins Schwäbisch Gmünd, Gabriel Bernschütz, ausgedacht, galt es doch neben der Vorweihnachtsfeier auch das 125-jährige Vereinsjubiläum zu feiern.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Bei dem Festnachmittag und Abend im Seminargebäude des Christlichen Gästezentrums Schönblick bat Bernschütz die Mitglieder, ihre Kinder und Enkelkinder in den Verein zu führen und sagte: „Bitte sorgen Sie dafür, dass unser Verein mit jungem Blut das
150-jährige Bestehen feiern kann und nicht ausstirbt.“
Auch Oberbürgermeister Richard Arnold war auf den Schönblick gekommen und betonte, dass er ein gutes Verständnis für die Belange der Obst– und Gartenbauvereine habe, stamme er doch selbst aus der Landwirtschaft. Er äußerte sich zur Planung der Landesgartenschau
2014 und erhofft sich Schützenhilfe durch die Obst– und Gartenbauvereine.
Den Vorschlag des Schönblicks, einen Meditationsweg durch das Taubental zum Schönblick und von dort durch Aufwertung des westlichen Schönblickgeländes in Richtung Weledagärten, zu gestalten, fand seine Zustimmung. Martin Scheuermann, Leiter und Geschäftsführer des Christlichen Gästezentrums Württemberg gab kurz einen Überblick über die Geschichte des Schönblicks. Im Rahmen einer Diaschau zu dem Thema „Herbstliche Impressionen“ von Gabriel Bernschütz machte der frühere Vorsitzende darauf aufmerksam, stets daran zu denken, wie der Baum seine Kräfte im Herbst nach innen ziehe und alles störende abwirft und der Herbst uns auch die Stille zur Rückbesinnung auf uns selbst vor Augen führe. Neben Weihnachtserzählungen von Waltraut Burkhardt wurde den Gästen in wenigen Minuten die Chronik des
125-jährigen Bestehens des Vereins vor Augen geführt. Beginnend im Jahr
1884 versammelten sich
50 Obstbauinteressenten im „Josefle“ um einen Verein zu gründen mit dem Ziel, den Obstbau in den hiesigen Bezirken zu fördern. Gleichzeitig schlug die Geburtsstunde des heutigen Bezirksverbands für Obst– und Gartenbau Schwäbisch Gmünd, gefeiert erst vor wenigen Wochen im Stadtgarten-Doppeljubiläum
125 Jahre. Einsicht wurde auch gegeben in das Kassenbuch, wo
1912 der Jahresbeitrag eine Reichsmark betrug, der höchste im Jahr
1923 fünf Milliarden pro Mitglied und
1934 die Ausgabe der Rems-Zeitung für eine Annonce
70 Pfennig betrug. Als Höhepunkt in der Vereinsgeschichte galten auch die immer ausgebuchten fünftägigen Kultur– und Lehrfahrten ins In– und Ausland. Anschließend wurde Heide Schultz geehrt. Bei der Präsentation des Gmünder Obst– und Gartenbauvereins, die vor wenigen Wochen im Stadtgarten stattfand, habe sie künstlerisches Gespür, Technikbegabung und Ideenreichtum bewiesen. Bernschütz: „Sie sind ein Energiebündel, ein fester Pfeiler, eine Leitfigur in diesen Tagen.“ Schultz erwiderte den Dank an den Ausrichter und Programmgestalter Gabriel Bernschütz mit einem Präsent und nannte ihn ein „Urgestein“, welcher dem Verein noch lange erhalten bleiben möge.
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