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» Schwäbisch Gmünd | Montag, 14. Dezember 2009

Erlebnistag und Lange Einkaufsnacht wurden am Samstag zu einem großen Erfolg

Die Attraktionen waren so vielfältig, dass man zeitweise gar nicht wusste, wohin man die Schritte zuerst lenken sollte. Aber deshalb brauchte niemand über mangelndes Interesse klagen: Beim Erlebnistag samt Langer Einkaufsnacht am Samstag war Gmünd „gesteckt voll“ mit Besuchern. Von Manfred Laduch

SCHWÄBISCH GMÜND. Auch wenn sich der Winter entschlossen hatte, gerade an diesem Tag sein erstes Gastspiel in dieser Saison zu geben, ließ sich niemand von einem Besuch abhalten. Ist doch ein Weihnachtsmarkt gerade mit leichtem Schnee-​Zuckerguss besonders attraktiv. Und wem es dann draußen einmal zu kalt wurde, der konnte beim Bummel durch die vielen Gmünder Fachgeschäfte erleben, was die Stadt alles an Service und Qualität zu bieten hat.
Ob Chöre oder Bläser: Von den beiden Bühnen auf dem Oberen Markt– und dem Johannisplatz – oder auch vom Rathausbalkon – erklangen viele beliebte Adventsweisen und Weihnachtslieder. Und die Ensembles fanden jede Menge begeisterte Zuhörer.
Wer ohne Musik in Feststimmung kommen wollte, war bei den Lesungen richtig, die in der Stadtbibliothek (OB Richard Arnold und Lisa Elser) bzw. dem großen Rathaussaal (der OB mit Oskar Kucher) stattfanden.
Dort, wo sonst der Gemeinderat tagt, ging am späten Nachmittag eine der Hauptattraktionen des Tages über die Bühne. Für die Sanierung des Salvator wurden 12 Zeichnungen, ein Siebdruck und ein Gemälde mit Motiven der Felsenkapelle und des zu ihr führenden Kreuzweges versteigert, die Künstler Hans Kloss im vergangenen Vierteljahrhundert angefertigt hatte.
„Willkommen bei Christies“, scherzte OB Arnold zur Begrüßung – und in der Tat hätte es bei einer Veranstaltung des weltbekannten britischen Auktionshauses kaum spannender zugehen können. Unterhaltsamer schon gar nicht, denn der Oberbürgermeister brachte als Auktionator sein Publikum voller Humor in einen regelrechten Bieterwettbewerb.
So kam es, dass am Ende keines der Exponate für weniger als 450 Euro wegging. Die teuerste Zeichnung – die im inzwischen weit verbreiteten Salvator-​Kalender das April-​Blatt ziert – erzielte 1550 Euro. Das letzte noch im Besitz von Hans Kloss vorhandene abstrakte Salvator-​Gemälde brachte es auf 1300 Euro. Den Vogel schoss das einzige Exemplar eines Siebdrucks mit Kloss’ Salvator-​Skizzen ab, bei dem der Zuschlag erst bei 2000 Euro erfolgte.
So kamen für die Salvator-​Sanierung, für die nach Aussagen von Hans-​Georg Walter und Werner K. Mayer vom Förderverein 250 000 Euro benötigt werden, am Ende 13 000 Euro zusammen, was den aktuellen Spendenstand auf rund 41 000 Euro anhob.
 

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